Becker und Behrens im Fokus

Eiserne Torflaute: Wer schießt den 1. FC Union in Heidenheim in die Spur?

Die Elf von Trainer Urs Fischer erzielte zuletzt nur ein mickriges Tor in vier Spielen. Doch auch die Defensive muss in Heidenheim stabiler stehen.

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Unions Stürmer Sheraldo Becker (r.) und Kevin Behrens (l.) arbeiten im Training mit Co-Trainer Markus Hoffmann an ihrer Torflaute.

Unions Stürmer Sheraldo Becker (r.) und Kevin Behrens (l.) arbeiten im Training mit Co-Trainer Markus Hoffmann an ihrer Torflaute.

© Matthias Koch/imago

Der 1. FC Union will beim Aufsteiger 1. FC Heidenheim wieder in die Erfolgsspur zurück. Ein Problem: Die Stürmer leiden unter akuter Ladehemmung. Eiserne Torflaute: Wer schießt den 1. FC Union in Heidenheim aus der Krise?

„Es kommt ein bisschen viel zusammen, das gilt es anzunehmen. Wir haben drei Strafstöße gegen uns bekommen. Wir machen individuelle Fehler, die bestraft werden. Und wir bekommen es nicht hin, zu null zu spielen. Dazu kommen zwei Rote Karten“, hadert Urs Fischer.

Allerdings nur kurz: Unions Cheftrainer gibt die Marschroute für Heidenheim vor. Frei nach dem Motto: Nicht meckern, sondern machen. Und eisern bleiben. Fischer: „Von Aktionismus halte ich nichts. Es kommt ein bisschen viel zusammen, das gilt es jetzt anzunehmen.“

1. FC Union: Defensiv anfällig, offensiv harmlos

Über den Negativlauf von vier Pleiten in Folge ist genug gesprochen worden. Defensiv stehen die Eisernen durch den Ausfall von Abwehrchef Robin Knoche (31) einfach nicht mehr so stabil wie in den vergangenen Jahren. Knoche wird auch in Heidenheim fehlen, Leonardo Bonucci (36) winkt nach seinem missratenen Bundesliga-Debüt gegen Hoffenheim (0:2) also erneut ein Platz in der Startelf.

Um den Abwärtstrend zu stoppen, muss aber die Offensive wieder mehr Wucht entwickeln. Ein einziger Treffer (von Abwehrmann Robin Gosens) in vier Spielen – das ist zu wenig. Doch welcher Stürmer soll es im Schwabenland richten?

Union-Trainer Urs Fischer bittet bei Fofana um Geduld

Die größte Hoffnung ruht weiter auf Sheraldo Becker. Unions Topscorer der vergangenen Saison kommt diese Saison einfach noch nicht in den Tritt, lediglich im Pokal traf er bisher. Vergangene Saison hatte der 28 Jahre alte Stürmer zu diesem Zeitpunkt bereits fünfmal getroffen. Die Torflaute geht an Becker nicht spurlos vorbei. Der Niederländer wirkt unzufrieden, meckerte über seine Auswechslung gegen Hoffenheim.

Sheraldo Becker und Kevin Behrens (r.) erspielen sich weiter Chancen, nur ein Tor will im Moment partout nicht dabei herausspringen.

Sheraldo Becker und Kevin Behrens (r.) erspielen sich weiter Chancen, nur ein Tor will im Moment partout nicht dabei herausspringen.

© Nordphoto/imago

Für Becker sprang Kevin Behrens (32) in die Bresche. Doch nach seinem Fabelstart (vier Tore in den ersten zwei Spielen) leidet auch Unions Kopfballungeheuer unter Ladehemmung.

Chelsea-Leihgabe David Fofana (20) flog gegen Hoffenheim erstmals aus der Startelf, wartet weiter auf sein erstes Bundesliga-Tor. Fischer mahnt zu Geduld mit dem Youngster: „Er braucht einen gewissen Moment der Eingewöhnung. Man sollte ihm diesen auch geben.“

1. FC Union muss wieder über das Kollektiv kommen

Weil Zugang Kevin Volland wegen seiner Rotsperre auch in Heidenheim noch zuschauen muss, setzt Fischer im Angriff wohl auf Becker und Behrens.

Der Schweizer weiß aber, dass es nur über das Kollektiv geht. Dass alle Eisernen auf der Alb gefordert werden, macht Fischer klar: „ Mit Heidenheim muss man rechnen, da fährt man nicht einfach mal schnell hin und gewinnt. Sie sind gefährlich, haben sich schnell an die Bundeliga angepasst. Da musst du dich am Limit bewegen, um etwas mitzunehmen.“

Sowohl defensiv als auch offensiv ... 

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