Protokollführer ist Eisbär-Kurator Florian Sicks. Der Experte kann sogar daheim auf seinem Laptop und dem Smartphone live verfolgen, wie gut es dem Eisbärjungen und dem Muttertier geht. Sicks sichtet ganz genau die Bilder, die sechs Kameras aus der Wurfhöhle liefern, notiert jedes Detail. Schon früh morgens geht die Sichtung los und gibt uns einen kleinen Einblick in den Alltag der Eisbären-Familie:
6.30 - 7.10 Uhr: Mutter und Jungtier schlafen.
7.10 - 7.25 Uhr: Das Jungtier trinkt.
7.25 - 7.29 Uhr: Tonja putzt ihren Nachwuchs.
Scheinbar ist er schon ein wenig gewachsen.
© Tierpark Berlin
Muttermilch fast elf Mal täglich
Minute für Minute trägt Kurator Sicks jede Bewegung genau in eine Tabelle ein. „Ich schaue mir besonders das Trinkverhalten des kleinen Eisbären an. Ich bin zufrieden und freue mich, dass Tonja und ihr Jungtier die ersten kritischen zehn Tage gut überstanden haben,“ sagt Sicks. „Bei aller Freude dürfen wir allerdings auch nicht vergessen, dass die Sterblichkeitsrate für junge Eisbären sehr hoch ist.“ Denn in der freien Wildbahn werden 85 Prozent der jungen Eisbären nicht älter als zwei Jahre.
Mama Tonja wird im Frühjahr wieder draußen sein.
© dpa
Das Baby-Protokoll zeigt: Tonjas Nachwuchs trinkt fast elf Mal täglich die nahrhafte Muttermilch. Der Fettanteil von über 30 Prozent sorgt dafür, dass das Kleine gesund bleibt und wächst.
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