Eisbären-Stürmer Noebels

Wir müssen fieser zu uns sein

Im Training kracht es jetzt mehr als letztes Jahr.

Benedikt Paetzholdt
Lesezeit 2 Min
Marcel Noebels will  mit den Eisbären deutlich aggressiver werden.

Marcel Noebels will  mit den Eisbären deutlich aggressiver werden.

© City-Press GmbH

Wie viel Mühe das bereit, ließ sich an vielen Gesichtern ablesen. Ein ums andere Mal wirkten die EHC-Profis mit dem, was das Trainerteam um Headcoach Serge Aubin von ihnen verlangte, überfordert. „Jeder ist auch noch einen Schritt zu langsam, weil man das Erlernte richtig machen will und darüber nachdenkt“, erklärt der Olympia-Silberheld das derzeitige Befinden.

Mehr Ehrgeiz im Training

Dass es im Training nun aber häufiger kracht, weil schwere Körper aufeinandertreffen, wertet Noebels als entscheidenden Fortschritt zur Vorsaison, die nach viel Murks in der Hauptrunde im Play-off-Viertelfinale gegen München endete. „Klar sind wir Teamkameraden und spielen mit dem gleichen Trikot. Wichtig ist aber auch, dass wir schon im Training zeigen, was wir im Spiel umsetzen wollen. Es sollte schon unser Anspruch sein, auch im Training jeden Zweikampf zu gewinnen.“

Seiner Meinung nach präsentierten sich die Bären zuletzt zu zahnlos, herrschte zu viel Harmonie. „Es ist einfach wichtig, dass wir um 19.30 Uhr, wenn man bereit sein muss, in jeden Zweikampf gehen, als gäbe es kein morgen mehr und voll da sind.“

Zusammenhalt stärken

Auch scheint es in der vergangenen Saison zwischenmenschlich geknirscht zu haben. Der zehntägige Ausflug mit Dolomiten-Cup, Trainingslager in Berchtesgaden und Tests in Tschechien kommt jetzt also genau richtig. Noebels: „Wenn hier Feierabend ist, geht jeder nach Hause und macht sein eigenes Ding. Im Trainingslager ist man mehr zusammen und redet auch mal über die Dinge, über die man sonst nicht spricht.“ 

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema