Die Eisbären sind an der Galtera ziemlich eingebrochen. Galtera – auf französisch Gotteron – ist der Fluss in Fribourg, in dessen Nähe die Eisarena auf einem ehemaligen Fischteich steht. Die Berliner Eisbären werden sich nach der 3:9 (0:3, 2:5, 1:1)-Klatsche beim HC Fribourg-Gotteron in der Champions League nur ungern an die reizvolle Stadt und deren schöne Gegend erinnern. Die Berliner standen nämlich in ihrem siebenten Spiel in zwölf Tagen sichtlich auf dem Schlauch.
Vom ersten Bully an konnten die Eisbären dem Tempo der Schweizer kaum folgen. Zwar trafen auch die Eisbären durch Ty Ronning (21.), Leo Pföderl (36.) und Blaine Byron (44.), aber das war nur Ergebnis-Kosmetik. Trainer Aubin legte nach dem Spiel den Finger in die Wunde: „Es war ein Realitätscheck für uns. Seit einigen Begegnungen müssen wir auf mehrere verletzte Spieler verzichten. Die Luft war einfach raus. Wir konnten nicht genug Druck auf unseren Gegner ausüben. Einen Teil der Schuld nehme ich auch auf mich. Ich habe das System ein bisschen verändert, da wir unseren Stil mit einer so kurzen Bank nicht hätten spielen können. Im dritten Drittel waren wir besser im Spiel. Linus Vieillard hat seine Chance im Tor auch gut genutzt. Das freut mich sehr. Jetzt müssen wir nach vorne schauen.“
Nach der Klatsche gibt es für die Eisbären einen Tag frei
Morgen „watscheln“ die Pinguine aus Bremerhaven als DEL-Tabellen-Spitzenreiter in der Uber-Arena ein. Da heißt es die Zähne zusammen beißen. Trainer Aubin gönnte seinen Stars heute auch einen Tag Ruhe.
3:9, an eine solche Klatsche der Eisbären können sich nur noch die Väter der heutigen Fans erinnern. Die gab es nämlich vor 29 Jahren mit einem 3:12 gegen Köln. Daran will bei den Eisbären niemand erinnert werden. Schon Morgen soll es gegen die Fischtown Pinguine wieder ganz anders laufen.■
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