Brauns Comeback kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Ausgerechnet beim Gipfeltreffen der schwächelnden Ex-Eishockeyriesen, die sich letzte Saison im Halbfinale duellierten, fehlen zehn Stammkräfte. Unter der Woche hat es ja auch noch Louis-Marc Aubry erwischt. „Wir müssen einfach schauen, dass wir einen Weg finden, mit den Jungs, die wir haben, zu gewinnen“, sagt Martin Buchwieser, der privat im Glück schwelgt, weil vor wenigen Tagen Töchterchen Hedda zur Welt kam. Den die sportliche Krise aber auch sichtlich mitnimmt. „Man geht mit dem ins Bett und man steht damit auf.“
Es geht ums sportliche Überleben
Was Brauns Leistungsvermögen angeht, sollte man sich vor überzogenen Erwartungen hüten. „Ich muss schauen, ob ich das noch kann“, scherzt er selbst. Aber er ist aktuell so ziemlich der einzige Eisbär, der lächelnd durch die Trainingshalle stapft. Nach überstandener Alkoholsucht brennt er nun darauf, wieder mit den Kollegen auf dem Eis zu stehen. „Ich versuche, meine gute Laune auf die Jungs zu übertragen“, gibt er als Plan vor.
Vor allem drei Punkte in Nürnberg wären äußerst hilfreich. Denn Buchwieser weiß: „Jetzt geht es für uns ums Überleben.“
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