- [object Object]
Es ist Noebels’ zweites Nordamerika-Abenteuer. 2011 hatte er einen Dreijahresvertrag bei den Philadelphia Flyers unterschrieben. In der NHL kam er allerdings nie zum Einsatz, sondern spielte in verschiedenen Nachwuchsligen sowie beim AHL-Farmteam Adirondack Phantoms. Auf Frust folgt wieder die Lust. Aber Noebi weiß: „Ich bin jetzt vier Jahre in Deutschland und fange wieder bei null an.“
Einen Monat ist er nun sicher noch bei den Bären. Den will er nutzen, um in bester Verfassung nach Nordamerika zu fliegen. „Ich mache die Vorbereitung komplett mit und will auch in der Champions Hockey League spielen. Und dann muss ich einfach sehen, wie es im Camp läuft.“
© Berliner Zeitung/Mike Fröhling
Zunächst mal ist die Einladung nach Boston schon ein Coup. „Ich habe den Traum nie aufgegeben. Mit 26 Jahren hätte ich so viele Chancen auch nicht mehr gehabt.“ Wenn er sich dann einige Tage vor dem Start des Camps in den Flieger setzt, wird auch eine gewisse Portion Ungewissheit im Handgepäck dabei sein. Aus Marketinggründen trainieren einige Boston-Stars in China, einige bleiben aber auch in Nordamerika. Zu welchem Pool er gehört, weiß Noebels derzeit noch nicht.
Wenn er überzeugt, wird er wohl einen Zwei-Wege-Vertrag unterzeichnen, so dass er auch in der unterklassigen AHL eingesetzt werden kann. Ein Vertragskonstrukt, das er von früher noch kennt. Er sagt deshalb: „Wenn ich AHL spielen, müssen noch ein paar Gehaltsfragen geklärt werden. Aber ich hatte gute Gespräche mit den Managern. Ich versuche einfach, meine Chance zu nutzen.“ Er könnte jedenfalls der erste Eisbär werden, der direkt in die NHL wechselt.
Handshake mit Maskottchen Bully: Marcel Noebels ist in Berlin äußerst beliebt.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com