Eisbär Hördler brennt für Deutschland

Heute steigt die Quali für Olympia 2018 in Südkorea

Manfred Hönel
Lesezeit 2 Min
Der Routinier ist zurück. Frank Hördler spielt wieder im DEB-Team und will über Riga zu Olympia.

Der Routinier ist zurück. Frank Hördler spielt wieder im DEB-Team und will über Riga zu Olympia.

© imago/Camera 4

 Japan, Österreich und Lettland heißen für Deutschland die Gegner. „Es ist mit sieben NHL-Spielern die beste deutsche Nationalmannschaft seit langem“, ist Bundestrainer Marco Sturm überzeugt. Zu dieser besten Mannschaft gehören mit Marcel Noebels und Frank Hördler auch zwei Berliner Eisbären.

Während sich Stürmer Noebels schon bei der WM im Mai in Russland bewährte, rückte Frank Hördler überraschend in das hochgehandelte DEB-Team. Mehrere Verletzungen hatten den Spitzenverteidiger immer wieder zurück geworfen. So fehlte er zwei Jahre im Nationalteam.

Sogar im vergangenen Mai musste „Franki“ noch einmal unters Messer. „Die Sehne der linken Hand war ausgeleiert und schmerzte“, erklärte Hördler. Der 31 Jahre alte Abwehrstratege ließ seinen Urlaub sausen, trainierte zuerst auf dem Hometrainer und später bei Steffen Ziesche mit den Eisbären- Juniors. „Steffen hat ein gutes Training gemacht, das brachte mich weiter“, berichtet Hördler.

Dann der überraschende Anruf von Bundestrainer Marco Sturm. „Wir kennen uns aus gemeinsamen Nationalteam-Zeiten. Er fragte mich, wie ich mich fühle“, erzählt Hördler. Ein paar Tage später kam die Einladung zum DEB-Comeback.

In der Sturm-Truppe bildet Eisbär Hördler ein Abwehr-Duo mit dem gebürtigen Rosenheimer Sinan Akdag von den Adler Mannheim. „Die Abwehr harmoniert“, ließ der Bundestrainer wissen. Das ist kein Wunder, denn Frank Hördler brennt für die Auswahl: „Für das Nationalteam bin ich immer bereit. Für mich gibt es nichts Größeres, als für Deutschland zu spielen.“

Am Sonntag bestritt er in Minsk sein 100. Länderspiel. Zum Feiern gab es allerdings wenig Grund. Gegen Weißrussland fingen sich die Deutschen eine 2:3-Klatsche ein. „In Riga wird es anders. Wir haben alle den festen Willen aufzusteigen. Wir sind eingespielt. Die Mannschaft ist eine eingeschworene Truppe. Wir wollen alle zu den Spielen“, sagt Bundes-Marco und schiebt sofort nach: „Wir werden keinen Gegner unterschätzen, auch Japan nicht.“ M.H.

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