Berlin - Ach, diese Holländer. Sie können aber auch alles. Maikel Aerts (34), der neue Schlussmann von Zweitligist Hertha BSC, ist dafür ein typischer Vertreter. Er und die Seinen - das ist eine schrecklich sportliche Familie.Maikel Aerts ist ein begnadeter Ballfänger. Dazu ist er ein Typ, der die Mitspieler nach vorn peitscht und - noch besser - dem Gegner mit seinen 1,96 Metern, den 91 Kilo und dem kahl geschorenen Schädel sogar ein klein wenig Angst einflößt.Das ist aber noch gar nichts gegen seinen Cousin Peter (40). Der kommt nicht einmal so furchtbar rüber. Dafür lässt er es noch härter und häufiger krachen. Peter ist im K1, im Kampfsport, in dem Fausthiebe und Fußtritte erlaubt sind, ein Star. "Er ist eine Legende, er ist dreimaliger Weltmeister", zeigt sogar Maikel Respekt. "Wenn ich das machen würde, wäre ich in einer Minute tot."Einige Male hat sich Maikel dennoch im Ring versucht, wollte sich gegen Peter beweisen. "Das ging total in die Hose", erinnert er sich, "er trat mir gegen die Hüfte, nicht einmal mit voller Wucht, aber ich hatte drei Wochen starke Schmerzen und konnte mich kaum bewegen."Fußball und K1 - das sind Sportarten für ganze Kerle. Ein wenig vergleicht Maikel das mit der aktuellen Situation bei Hertha BSC. "Im Kampf um den sofortigen Wiederaufstieg müssen wir Männer sein, solche wie Peter", sagt er. "Die ihr Herz in beide Hände nehmen und alles für den Erfolg tun. Dann kann uns auf unserem Weg nach oben nichts passieren."------------------------------BU: Gegen Cousin Peter stand Maikel Aerts schon im Ring, beim Fangen von Bällen fühlt er sich wohler.
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