Sie kontrollierten die Einhaltung einer Verbotsverfügung für das Mitführen gefährlicher Werkzeuge durch Fahrgäste. Die Polizisten stellten aber vor allem andere Straftaten fest. Etwa Drogendelikte: Wie die Behörde mitteilt, registrierten die Beamten 67 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Fünf vermisste Kinder aufgegriffen
In sieben Fällen leisteten kontrollierte Fahrgäste Widerstand gegen die Polizisten, was ebenfalls zu Anzeigen führte. 32-mal trafen die Beamten auf Personen, nach denen gefahndet wurde. So vollstreckten sie neun Haftbefehle und griffen fünf vermisste Kinder beziehungsweise Jugendliche auf.
Grundlage der Kontrollen war eine Verbotsverfügung, die die Bundespolizeidirektion Berlin erstmals erlassen hatte. Danach war es in den Nächten zu Sonnabend und Sonntag, jeweils in der Zeit von 20 bis 6 Uhr, untersagt, gefährliche Werkzeuge mit sich zu führen, die als Hieb- und Stichwaffen genutzt werden könnten – zum Beispiel Hämmer. Das Verbot galt für die S-, Regional- und Fernbahnstrecken zwischen Lichtenberg und Alexanderplatz.
Insgesamt waren 180 zusätzliche Beamte im Einsatz
Bei der Kontrolle auf gefährliche Werkzeuge schrieben die Beamten insgesamt 24 Verstöße auf. Sie fanden Reizgas, Schraubenzieher sowie mögliche Hiebwaffen. Sieben Fahrgäste bekamen Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz, weil sie verbotene Messer mit sich führten.
Insgesamt waren in beiden Nächten 180 zusätzliche Beamte im Einsatz. Unterstützt wurden sie dabei von Bereitschaftspolizeieinheiten, unter anderem aus Blumberg und Bad Düben (Sachsen).
Die Bundespolizei begründete ihre beiden Schwerpunkteinsätze mit der „Zunahme der Gewaltintensität“ auf Berliner Bahnanlagen. So waren am vorvergangenen Wochenende in der S41 zwei 19 und 21 Jahre alte mexikanische Touristen mit einem Messer schwer verletzt worden. Die beiden erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Der Angreifer flüchtete.
Die Gewalttaten im Berliner Nahverkehr haben laut Kriminalstatistik im vergangenen Jahr um 7,9 Prozent auf 5376 Fälle zugenommen.
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