Eine Friedens-Aktivistin wird während einer Kunst-Aktion mit einer Präzisionswaffe erschossen. Der Mörder kann nur ein Profi sein. Darum ermitteln die beiden Kommissare Kappl und Deininger (Maximilian Brückner, Gregor Weber) bei der Bundeswehr heute Abend im Tatort (ARD, 20.15 Uhr). Ins Visier geraten vier Afghanistan-Veteranen, die kurz vor ihrer (ehrenvollen!) Entlassung stehen. Allerdings haben sie vom Hindukusch auch schwere seelische Schäden mitgebracht.Trotz handfestem Mordmotiv dürfen sie lang und breit über die Schlechtigkeit der Welt schwadronieren und dass sie für ihren Kriegseinsatz in Deutschland keiner mehr lieb hat. Jetzt kommt langsam der Verdacht der versteckten Propaganda auf, den auch das Bullen-Duo mit seiner unbeholfenen Art nicht ausräumen kann. Und danach schreitet keiner mehr gegen die unerträgliche Deutschtümelei des geschädigten Männerbundes ein. Propaganda hin oder her, auf jeden Fall ist der Krimi handwerklich gut gemacht. Allein die Bilder (Kamera: Wolf Siegelmann) halten den Zuschauer in Atem. Also, Krimi-Fans, Antreten zum TV-Gucken! Wem (wie mir) Afghanistan-Problematik und Tatort als inkompatibel gilt, darf abtreten.------------------------------
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