Unternehmer Nico Thiele schweigt
Im Wasserschutzgebiet am Langen See wurde eine 650 Quadratmeter große Insel weggebaggert. Der Fall wurde bekannt, nachdem ein Unbekannter am Wochenende bei mehreren Anwohnern Umschläge in deren Briefkästen geworfen hatte: Darin steckte unter anderem ein Brief von Bezirksbürgermeister Igel vom 6. Juli, in dem von den „groben Verstöße“ am Rotsch-Hafen die Rede ist.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) war im Bezirksamt im Einsatz, um Strom-Opfern zu helfen.
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Der Unternehmer Nico Thiele hatte den Hafen vor wenigen Jahren gekauft. Der Investor äußerte sich nicht: „Ich möchte kein Statement abgeben“, sagte er. Bezirksbürgermeister Igel sagt jedoch, dass Thiele gegenüber dem Bezirksamt eingeräumt hatte, die Arbeiten veranlasst zu haben: „ Er hat es zugegeben und gesagt, dass er Liegeflächen für Boote schaffen wollte.“
BUND will Strafanzeige erstatten
Für Igel handelt es sich um besonders schwerwiegende Verstöße, da der Investor nicht einmal versucht habe, Genehmigungen zu beantragen. „Das lassen wir uns nicht bieten“, sagt er.
Neue Anlegeplätze anstelle der Insel. Die lassen sich dann lukrativ vermieten.
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Auch der BUND befasste sich am Donnerstag erneut mit der geklauten Insel. „Wir werden Anfang der nächsten Woche Strafanzeige erstatten“, sagt Herbert Lohner, BUND-Naturschutzexperte.
„Es war Natur pur“
Auch bei den Nachbarn hat sich der Aufruhr noch nicht gelegt, es heißt, Thiele wolle mehr als zwei Dutzend neue Liegeplätze bauen. Auf Fotos von der Insel sieht man dichte Büsche, ein Häuschen, eine Birke. „Es war Natur pur“, sagt der Nachbar. „Aber darauf wurde keine Rücksicht genommen.“
Der Mann, der Zugang zum Hafen hat, sagt, dass dort Schilf wuchs, in dem Schwäne nisteten. „Die sind noch da“, sagt er, „ich habe sie neulich am Hafenbecken stehen sehen. Die wurden von der Insel vertrieben.“
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