Ein Sieg, vier Freispiele!

Hertha spielt gegen Mainz an der Slotmaschine

Die Blau-Weißen können Freitag den Klassenerhalt endgültig klarmachen.

Wolfgang Heise
Lesezeit 3 Min
So jubelten die Hertha-Profis nach dem 2:0 in Leverkusen. Geht es Freitag gegen Mainz so weiter?

So jubelten die Hertha-Profis nach dem 2:0 in Leverkusen. Geht es Freitag gegen Mainz so weiter?

© dpa

Mit 13 Zählern Vorsprung könnte das Team von Trainer Pal Dardai vier Pleiten hinlegen und wäre noch immer mindestens auf Rang 15. Das schafft neue Selbstsicherheit. Die ist auch wichtig, denn nach dem Mainz-Spiel gibt es zwei Hammer-Auswärtsreisen zu den Bayern und zu Schalke 04. Dort zu punkten, wäre großartig, aber nicht einzuplanen.

Nur vier Punkte trennen Hertha von Platz 6

Zwei Drittel der Saison sind gespielt. Zum jetzigen Zeitpunkt braucht Hertha eigentlich nicht mehr nach unten schauen, sondern eher nach oben. Es sind nur vier Punkte bis zu Euro-Platz 6.

Die Bundesliga ist in dieser Saison noch mal enger geworden. Augsburg, Hoffenheim, Hannover und Gladbach haben jeweils nur einen Punkt mehr als die Blau-Weißen. Mit einem Sieg gegen den Krisenklub Mainz ist ein Mega-Sprung auf Rang 7 möglich.

Herthas Zwischenbilanz

Hertha hat 30 Tore geschossen, genauso viele wie zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison. Doch es gab vier Gegentreffer mehr, und genau die machen den Unterschied. Hertha hat sieben Punkte weniger als vergangenes Jahr.

Die Blau-Weißen haben bisher auch in der Rückrunde einen Punkt weniger geholt als 2017. Wird es deswegen wieder eine mäßige Punkte-Ausbeute?

Nein, schaut man noch genauer auf die Saison, gibt es einen spielerischen und punktemäßigen Aufwärtstrend bei den Partien gegen finanzielle Topteams. In der gesamten vergangenen Saison holte Dardais Team elf Punkte gegen die Großen: 2:0 gegen Schalke, 1:1 und 2:1 gegen Dortmund, 3:0 gegen Gladbach, 1:1 gegen Bayern.

Verbesserung der Offensive als Zielvorgabe

Sogar einen Zähler mehr hat Hertha trotz der Doppelbelastung durch die Europa League jetzt schon gegen die Finanzriesen geholt: 1:1 und 1:1 gegen Hoffenheim, 2:1 und 2:0 gegen Leverkusen, 2:2 gegen Bayern und 3:2 gegen Leipzig. Nach den schweren Auswärtspartien muss Hertha nur noch am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Leipzig ran. Punkte sind da nicht ausgeschlossen.

Die nächsten Wochen werden zeigen, wenn es wie jetzt gegen Mainz gegen die Abstiegskandidaten Freiburg, HSV, Wolfsburg und Köln geht, ob die Blau-Weißen kämpfende Abwehrriegel mit spielerischen Mitteln knacken können. Das muss im letzten Drittel der Saison die Zielvorgabe sein – Verbesserung der Offensive.

Doch jetzt kommt erst mal Mainz. Ran an die Slotmaschine! Ein Dreier und die Blau-Weißen haben beruhigende vier Freispiele.

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