Ein normaler Drehtag? "Nun ja,äh, ich äh..." Hollywoodstar Ashton Kutcher (33) im Gespräch über Frauen, Romantik und die heißen Sexszenen mit Natalie Portman für "Freundschaft plus"

Mr. Kutcher, Ihr Hintern in voller Pracht im Kino:

Miriam Schaghaghi
Lesezeit 6 Min

London, das Dorchester Hotel. Ashton Kutcher (33) ist überpünktlich. Und sieht wie immer zum Anbeißen aus. Auch seine neueste Komödie "Freundschaft plus", die jetzt in den Kinos bei uns angelaufen ist, macht einen an: Ashton spielt den Single Adam, der sich auf eine reine Bettbeziehung mit der Ärztin Emma (Natalie Portman) einlässt... Eine Rolle, die dem schönen Ehemann von Demi Moore wie auf den schönen Leib geschnitten ist.MOPO am Sonntag: Ashton, in "Freundschaft plus" gehen Sie so weit wie nie. Sind Sie nach der Zusage gleich ins Gym gespurtet, weil Sie wussten, dass Sie hier fast nur nackt zu sehen sind?Ashton Kutcher: Ich bin extra für diesen Film NICHT mehr zum Sport gegangen! Denn dieser Adam ist ja Regieassistent und Möchtegern-Drehbuchautor; ich kenne viele dieser Typen, und keiner von ihnen ist auch nur im geringsten fit! Wir wollten mit diesem Film ja ganz nah an der Realität sein, darum habe ich mir das Gym verkniffen. Aber wohl noch nicht früh genug!Ihr Hintern ist in voller Pracht auf der Kinoleinwand zu sehen - in Großaufnahme! Sind Sie an dem betreffenden Morgen mit Panik aufgewacht, weil Sie wussten: "Heute ist mein Allerwertester dran?" Oder war's ein Drehtag wie jeder andere?(Stottert.) Nun ja, äh, ich, äh... ach, was soll's! Ich weiß nicht, warum um das Nacktsein so ein Theater gemacht wird. Wir kommen doch alle nackt auf die Welt...Also haben Sie in der Nacht davor geschlafen wie ein Baby!Okay, ich gebe zu, beim Drehen ist das schon ein unendlich seltsames Gefühl, wenn vierzig Fremde dich nackt sehen. Ich achte bei Sex- oder Nacktszenen eigentlich mehr auf meine Partnerin, was den praktischen Nebeneffekt hat, dass ich nebensächlich werde. Wenn man sich um jemandanderen kümmert, hört man auf, sich Gedanken um sich selbst zu machen. Das ist mein mentales Hilfsprogramm, um so einen Tag gut zu überstehen.Haben Sie eigentlich früh angefangen, mit Mädels herumzufummeln?Ich war mehr so der verklemmte Stümper. Ich hatte keine Freundin und nichts, was auch nur in die Richtung ging, bis ich auf der Senior High School war, also mit 17, 18 Jahren. Ich weiß noch, wie nervös mich das alles gemacht hat. Und es hat lange gedauert, bis ich mich selbst mal rangetraut habe.Was halten Sie vom Dating des 21. Jahrhunderts? Finden Sie es romantischer, der Liebsten eine SMS zu schicken als ihre Stimme zu hören? Und killt es die Romantik, wenn man jemandem erst mal via Facebook näherkommt?Ich glaube, Hightech beschleunigt unsere Beziehungen. Ich selbst finde es beängstigend, dass man die Freundschaft mit jemandem beenden kann, indem man auf eine Taste drückt. Früher ging man vier, fünf Mal mit jemandem aus, lernte ihn mehr und mehr kennen und fing an, sich gegenseitig Vertrauen zu schenken. Heute kann man schon vor dem ersten Date auf Facebook gehen und sich ihr ganzes Umfeld anschauen: Welche Freunde sie hat, ob man gemeinsame Bekannte hat, was die Eltern machen, wie sie Weihnachten verbracht hat und wo sie gestern gegessen hat.Und so viele Infos sind unsexy?Sie bewirken zumindest, dass man meint, sich total gut zu kennen, obwohl man sich eigentlich komplett fremd ist! Dass man sich das Vertrauen des anderen verdienen muss, dass es erst entsteht, wenn echte Zweisamkeit aufkommt - das verliert immer mehr an Bedeutung.Unsere digitalen Kommunikationswunder geben uns keinerlei Vorteil?Doch, und wie! Meine Erfahrung ist: Wenn ich meiner Liebsten heute einen Brief schreibe, bedeutet das so viel mehr als früher! Es ergeben sich viel mehr Gelegenheiten, seine romantische Ader unter Beweis zu stellen.Was haben Sie eigentlich mit Natalie Portman angestellt? Wenn man nicht wüsste, dass Siebeide glücklich liiert sind, würde man Mark und Bein schwören, dass es zwischen Ihnen gefunkt hat. Die Leinwand ist ja förmlich explodiert!Das ist gar nicht so schwer, wenn man die Person wirklich mag. Ich weiß auch noch immer nicht, ob so etwas sich einfach einstellt oder ob man daran arbeiten kann. Ich habe für mich festgestellt, dass ich gut mit Menschen kann, mit denen ich mich auch gut streiten kann. Und Natalie und ich schätzen es beide sehr, wenn sie vom anderen hören: Du hast recht!Ist das alles? Dafür wirkte Ihr Knutschen aber ziemlich echt!Ich glaube, das liegt an Natalie. Sie ist eine der besten Schauspielerinnen unserer Generation - sie könnte auch mit dieser Teetasse dieses Leinwandknistern hinkriegen. Mit ihr zu spielen ist Fluch und Segen zugleich: Sie ist begnadet, aber wenn ein Licht so hell strahlt, dann sieht man jedes Staubkörnchen im Raum. Da muss ich mich richtig anstrengen!Was ist das Romantischste, was Sie Ihrer Frau Demi je geschenkt haben?Alles, was romantisch ist, ist persönlich. Einer Frau, die partout keine Blumen geschenkt bekommen möchte, kann man vielleicht sogar mit einem Strauß Mohrrüben eine Freude machen!Ein romantisches Geschenk ist meist etwas ganz Einfaches, aber Individuelles. Romantik ist für mich eher eine Geste, die aussagt: Du bist mir wichtig! Und wenn dir eine Person wichtig ist, hörst du ihr zu, passt auf sie auf, fühlst dasselbe wie sie - und darum WEISST du genau, was gerade das Richtige für sie ist.Sie sind ja das Trendsetter-Paar schlechthin: Beziehungen zwischen Frauen und jüngeren Männern scheinen immer beliebter zu werden.Haben Sie Tipps, wie diese Beziehungen funktionieren können?Ich bin ja froh, wenn meine eigene funktioniert. Aber anderen Leuten Tipps zu geben - nein, dazu fühle ich mich nicht befugt! Tolle Beziehungen sind immer auch tolle Partnerschaften, und die kommen in jeder Größe, Form, Verpackung und Altersklasse daher. Der einzige Tipp, den ich jedem in einer Beziehung geben kann, ist: Arbeite dran, solange sie gut ist. Wenn es zwischen zwei Menschen gut läuft, ist das ein Kinderspiel und macht Spaß. Das ist die beste Art, wie man Liebe lange erhält.Interview: Miriam Schaghaghi------------------------------KURIER-WIKIAshton Kutcher - geboren am 7. Februar 1978 in Cedar Rapids, Iowa, aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen - wurde von einem Talentsucher entdeckt. Über Model- und Werbespots-Auftritte kam er zum Film. Er wurde 1998 in der TV-Serie "Die wilden Siebziger" bekannt und machte 1999 durch seine Rolle in "Coming Soon" Hollywood auf sich aufmerksam. Seit 2005 ist er mit der Schauspielerin Demi Moore verheiratet. Mit ihren Töchtern Rumer, Scout LaRue und Tallulah Belle aus ihrer Ehe mit Bruce Willis leben sie in Hailey, Idaho.------------------------------BU: ... und viel Leidenschaft in den Nackt- und Sexszenen mit Natalie Portman.BU: "Ich war mehr so der verklemmte Stümper": Ashton Kutcher (33), FrauenschwarmBU: Ashton Kutcher und Demi Moore

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