Kairo - Ägyptens Präsident - ein Fall für den Arzt? Die USA arbeiten mit Regierungsvertretern und Oppositionssprechern in Kairo an einem Weg, Husni Mubarak außer Landes zu bekommen.Und da fiel Mubaraks zwielichtigem Vize Omar Suleiman nach einem Bericht der "New York Times" offenbar Heidelberg ein. Der 82-Jährige Mubarak war bereits mehrfach für medizinische Eingriffe in Deutschland. Zuletzt wurde er am Neckar im vergangenen März an der Gallenblase operiert. Eine ausgiebige Nachuntersuchung würde den Präsidenten elegant aus dem ägyptischen Verkehr ziehen und den Weg für eine Verhandlungslösung mit der Opposition freimachen.In Kairos Zentrum versammelten wieder Hunderttausende - zunehmend behindert von der Armee, die zuletzt auf der Seite der Regimegegner stand, nun aber die Geduld verliert und die Proteste beenden will. "Lasst uns jetzt retten, was von Ägypten noch zu retten ist", beschwor der Stabschef Khalil die Menge. Doch die bleibt stur: "Wir gehen nicht. Mubarak geht!"Mubaraks Regierungspartei NDP tauschte gestern die gesamte Spitze aus - sowohl Parteichef Husni Mubarak als auch sein einst mächtiger Sohn Gamal traten zurück, nun sollen gemäßigte Politiker den Ruf der Partei retten. Doch selbst das wurde später wieder dementiert. So oder so: Den Mubarak-Gegnern ist ein Rückzug in Mini-Raten nicht genug: Sie wollen den Sturz. RD------------------------------BU: Im Frühjahr vergangenen Jahres war Mubarak schon mal im Heidelberger Universitäts-Klinuikum.
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