Ein Geheimhalter feiert sich als Held

Gerhard Lehrke
Lesezeit 1 Min

Bloß nicht zu früh freuen. Berlin hat mit dem Volksentscheid zwar klar gesagt, dass es undurchsichtige Geschäfte nicht will und erwartet, dass die Wasserpreise sinken. Wann dieser Wunsch jedoch in Erfüllung gehen wird, ist offen, da niemand weiß, ob das Volksgesetz den gewünschten Erfolg entfaltet. Einstweilen kann es nur bei Appellen an Senat und die privaten Unternehmen bleiben, nicht auf Vergesslichkeit der Berliner zu setzen, sondern schnell nach einem Weg zu niedrigeren Preisen zu suchen. Sonst wird es für alle Beteiligten ziemlich unerquicklich.Vor allem sollten sich die Berliner dann einen vorknöpfen: Es ist schon eine Farce, dass sich derselbe Klaus Wowereit, der z. B. beim Tempelhof-Mietvertrag der Modemesse Bread & Butter für dessen Geheimhaltung kämpfte, jetzt als Transparenz-Held und Mitsieger des Wasser-Volksentscheids aufpumpt. Eine echte Karriere: Als Löwe gestartet und als Kugelfisch gelandet. Seite 4------------------------------Zwischenzeile: "Berliner sollten sich Wowereit vorknöpfen"

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema