Dass sie selbst noch fit für die Fliegerei ist, hat ihr gerade erst ein Flugmediziner bestätigt, dem sich Piloten regelmäßig vorstellen müssen. „Ich fühle mich nicht wie 78, war noch nie in meinem Leben krank.“
Sie flog bereits durch Afrika
Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie nach der Wende die Flugschule aufgebaut. Im vergangenen Jahr ist ihr Mann, den sie bei der „Fliegerei“ kennengelernt hatte, verstorben. „Er war mein Vorbild, ohne ihn ist es schwer“, bekennt sie. Das Fliegen will sie nicht auch noch verlieren – etwas, was Hempel mit 17 Jahren aus Neugierde erlernte. „Das war damals eine reine Männerdomäne. Ich aber wollte das auch können.“
Die Lehrerin und der Schüler: Rosemarie Hempel bringt Hans-Jürgen Herget (62) alles über das Fliegen bei.
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Und zwar so gut, dass sie während des Sportstudiums in den 70er Jahren zur DDR-Nationalmannschaft im Segelfliegen gehörte. Das Unterrichten gehöre für sie zum Fliegen dazu, meint die 78-Jährige, die sogar schon Afrika durchflogen hat. „Brandenburg ist allerdings von oben am schönsten – aus 1000 bis 600 Metern Höhe, mit vielen Gewässern und abwechslungsreicher Landschaft.“
Vorsicht zahlt sich aus
Den Nervenkitzel beim Fliegen brauche sie nicht, stellt Hempel, die aktuell vier Flugschüler hat, klar. Bei Gewitter sei es gefährlich. „Da sollte man immer am Boden bleiben und sein Schicksal nicht herausfordern“.
„Ich weiß, dass Rosi eine fundierte Ausbildung hatte und damit nicht gerade anfällig für Unfälle ist“, betont Hans-Jürgen Flugschüler Herget (62). Auch in schwierigen Situationen sei die Fluglehrerin „die Ruhe selbst“. Besonders das Starten und Landen in unterschiedlichen Wettersituationen seien knifflig, aber letztlich reine Übungssache. Ihre Vorsicht hat sich für Hempel ein Leben lang ausgezahlt. „Sonst würde ich ja nicht mehr leben“, lautet ihr knapper Kommentar.
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