Es war das perfekte Wochenende aus Füchse-Sicht. Parallel zum 27:24-Halbfinal-Sieg über Göppingen wurde die A-Jugend ebenfalls in Magdeburg Deutscher Meister. Dem ließen die Profis das Highlight folgen. Im fünften Spiel in elf Tagen holten die Füchse noch mal alles aus sich raus. „Wir mussten den Akku komplett leer machen“, sagte Torwart Silvio Heinevetter. Bestehen mussten die Füchse dabei auch gegen die Magdeburger Fans. Nachdem ihre Mannschaft im Halbfinale verloren hatte, waren die für Saint-Raphael. Sie pfiffen und buhten die Füchse ununterbrochen aus und beschimpften sie mitunter übel. Aber die Berliner blieben cool. Heinevetter überragte im Tor (17 Paraden), Matthias Zachrisson (neun Tore) traf, wie er wollte, Fabi Wiede und Paul Drux organisierten das Spiel perfekt und auch der Rest überzeugte. Die müden Muskeln wurden irgendwie zum Laufen gebracht. Mit Erfolg. Am Ende sangen und trommelten die Fans im Füchse-Block: „Hier regiert der Hauptstadtklub“.
„Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft“, war Trainer Velimir Petkovic nach dem Spiel überwältigt. Genauso Kapitän Petr Stochl: Im Sommer hört der 41-Jährige auf. Mit feuchten Augen streckte er als erster den Pott in die Höhe. Danach wurde nur noch gefeiert. Nach dem Abendessen im Hotel ging es mit dem zum Partymobil umgewandelten Bus zurück nach Berlin. Dort hatte Silvio Heinevetter eine Rock- und Metalkneipe organisiert. Karaoke inklusive. Besonders Linksaußen Bjarki Elisson wurde zum Stimmungsmacher und Vorsänger. Mit bester Laune wurde bis in die Morgenstunden gefeiert. Weiter geht die Party heute um 16 Uhr am Rathaus Reinickendorf. JLO
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