Halbfinale gegen München

Overtime? Den Nervenkitzel brauche ich überhaupt nicht

Eisbären-Verteidiger Tine Braun will RB München in der regulären Spielzeit knacken.

BK
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Constantin Braun von den Eisbären Berlin feiert den Sieg nach dem Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim.

Constantin Braun von den Eisbären Berlin feiert den Sieg nach dem Spiel zwischen den Eisbären Berlin und den Adler Mannheim.

© City-Press GbR

Tine sagt: „Ich weiß ja nicht, wie das die anderen Jungs sehen. Aber ich will eigentlich, dass man das Ding nach 60 Minuten gewinnt. Dann sparst du Kräfte und Zeit. Man spielt ja nicht, um in die Overtime zu kommen.“ Obwohl es in der Hauptrunde in vier Spielen gegen München vier Niederlagen setzte,  glauben die Bären an das nächste Hockey-Wunder gegen den Ligakrösus. „Wir gehen davon aus, diese Serie zu gewinnen“, sagt Braun.

Nach dem spektakulären Sieg gegen Mannheim (4:3) ist der Truppe von Coach-Uwe Krupp ohnehin alles zuzutrauen. Tine: „Wir sind Außenseiter, aber können die ärgern.“ Auch wenn neben Spencer Machacek wohl auch Louis-Marc Aubry fehlt.

„Wir wissen, was auf uns zukommt“

Dass Ex-Meistercoach Don Jackson die Münchner Bullen trainiert, könnte der große Berliner Vorteil sein: „Wir wissen, was auf uns zukommt“, prophezeit Braun, „an seinem System hat sich nichts geändert.“  Und auch Bären-Legende Sven Felski, der beim Training  gestern vorbeischaute, glaubt: „Niemand spielt gerne gegen die Eisbären, auch München nicht.“

Jetzt, wo der Auswärtsfluch gebannt ist, fühlt es sich auch gar nicht mehr so schlimm an, auswärts zu beginnen. „Wie gegen Mannheim müssen wir die Heimspiele gewinnen und einen Auswärtssieg klauen.“ Vielleicht nicht erst in einem siebten, aufreibenden Spiel.

Und wenn doch mal wieder Extraschichten nötig werden, wird keiner jammern. Auch Tine nicht: „Wir sind hier in den Play-offs und nicht bei irgendeiner Kindergarten-Veranstaltung. Wenn einer nicht mehr kann, soll er das sagen, dann wird für ihn mitgelaufen. Wir marschieren zusammen, danach wird dann in der Kabine zusammengebrochen.“ PAE

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