Was er damit meinte, ist klar. Ihn trennen nicht nur äußerlich klar ersichtliche 12 Zentimeter von dem 1,91 m großen Stoßstürmer der Köpenicker. Auch ihre Spielweise ist höchst unterschiedlich. Klar erkennbar beispielsweise beim 1:0 gegen Sandhausen, als es in den Aufgabenbereich des 27-Jährigen fiel, sich im Rücken der Abwehr frei zu machen und dort die verlängerten Bälle abzustauben.
Wenig gespielt
„Ich brauche nur 10 Minuten Trainer“, hatte der österreichische Ex-Nationalstürmer jüngst gewitzelt, als er wieder einmal als Einwechsler zugeschlagen hatte. Jokerqualitäten hat er eben. Aber durchaus ein Scherz mit einem ernsthafterem Hintergrund. „Gefühlt habe ich ja gar nicht gespielt. Ich habe mich neulich auch gefragt, wie ich dann auf so viele Tore gekommen bin. Ich bin einfach froh, dass ich meine Chancen nutzen und der Mannschaft helfen konnte“, so der Österreicher.
Denn zu selten war in Jens Kellers System ein Platz in der Startelf für den Burgenländer. Nur acht Startelfeinsätze sind notiert. Insgesamt 867 Spielminuten. Aber die nutzt er wie kein Zweiter. Durchschnittlich alle 131 Minuten lässt er die Fans jubeln. Polter kommt auf 204 Minuten, Damir Kreilach auf 300 Minuten und Steven Skrzybski sogar 326 Minuten. Es zeigt, dass der Mittelstürmer im Sommer nicht unberechtigt als Nachfolger für Bobby Wood geholt worden ist.
Einzige Spitze
Zurück zur Spielweise. „Neben Polti zu spielen ist natürlich auch gut. Aber ich habe meist als einzige Spitze gespielt. Damit kenne ich mich schon aus“, sagte der Hundefreund. Darauf wird es nun auch in Braunschweig hinauslaufen. Die Doppelspitze ist durch Polters Sperre (Urteil heute) vorerst passe. Zeit also, zum 4-3-3 zurückzukehren, mit Hedlund und Kenny Redondo auf den Außen und dem Ösi in der Mitte.
Drei Spiele noch. Jedes Spiel ein Hosiner-Tor und der 27-Jährige wäre in der hausinternen Schützenliste mit Damir Kreilach gleichauf. Ein Ziel? „Wäre schön. Aber wenn wir alle drei Spiele gewinnen und aufsteigen, dann verzichte ich auf Treffer von mir.“
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