Die Eberswalder Wurst wird jetzt in Zerbst gemacht. Nach eigenen Angaben produziert die Anhalter Fleischwaren GmbH die Marke ab sofort in der Stadt in Anhalt-Bitterfeld, wie MDR Sachsen-Anhalt berichtet. Der Name bleibt, aber aus Brandenburg kommt die Wurst nicht mehr.
Seit Ende Februar 2026 steht das Werk in Britz still
Bis Ende Februar 2026 wurde die Eberswalder im Werk der EWG Eberswalder Wurst GmbH in Britz hergestellt. Dann war Schluss.
Die Zur-Mühlen-Gruppe hat die Marke 2023 übernommen. Sie gehört zur Premium Food Group und damit zu Tönnies aus NRW. Da stellt sich die Frage: Ist die Eberswalder überhaupt noch eine Ost-Wurst?
Dem MDR-Bericht zufolge ist die Produktion jetzt komplett nach Zerbst umgezogen. Im Juni klang das noch anders.
In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte die EWG Eberswalder Wurst GmbH damals, die Wurst entstehe „fast ausschließlich an ostdeutschen Standorten (Zerbst, Suhl und Chemnitz)“.
Dieselben drei Städte nannte das Unternehmen im Juni auch in einer gemeinsamen Erklärung mit der IHK Ostbrandenburg. Zerbst ist in beiden Fassungen dabei.
Produktion von Wurst bei der Eberswalder Wurst GmbH in Britz bei Eberswalde in Brandenburg.
© Thilo Rückeis TS/imago
Nach eigener Darstellung der Anhalter Fleischwaren wurde der Zerbster Betrieb in den 1960er-Jahren verstaatlicht und zum VEB Fleischkombinat Zerbst, einem Vorzeigebetrieb der DDR. Bis zur Wende wurde dort auch geschlachtet, so das Unternehmen.
Nach der Wende hieß er laut Firmenprofil Zerbster Fleisch- und Wurstwaren GmbH, seit 2004 Anhalter Fleischwaren GmbH. Die Hausmarke heißt „Zerbster Original“.
Eberswalder gibt es seit fast 50 Jahren
Eberswalder ist nach Angaben des Herstellers die meistverkaufte Wurstmarke in den neuen Bundesländern, Berlin eingeschlossen. Im Zerbster Werk arbeiten nach Angaben der Anhalter Fleischwaren im Moment rund 600 Menschen.
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