Wetter

100 km/h und Hagel groß wie Haselnüsse: Heute Nachmittag rollt die Unwetterfront heran

Der DWD warnt vor kräftigen Gewittern, Starkregen und Sturmböen. Am Abend ist der Spuk vorbei – und in den Alpen fällt Schnee.

Foto von Autor/Autorin: Tobias Esters
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Dunkle Gewitterwolken ziehen über einen Windpark. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hagel, Sturm und Starkregen.

Dunkle Gewitterwolken ziehen über einen Windpark. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hagel, Sturm und Starkregen.

© Jens Büttner/dpa

Der Deutsche Wetterdienst hält für diesen Mittwochnachmittag örtlich Unwetter für möglich. Zwischen Erzgebirge und Alpen rechnet er mit kräftigen Gewittern, dabei Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter, Sturmböen bis 85 km/h und kleinem Hagel – vereinzelt auch mit schweren Sturmböen bis 100 km/h, 30 Litern Regen und Hagelkörnern von zwei Zentimetern. Die Kaltfront des Tiefs „Zuri“ zieht dabei von Nordwesten über das Land und drückt die sehr warme Subtropikluft der vergangenen Tage nach Südosten weg.

Die ersten Unwetter gab es vor dem Frühstück

Die erste Runde lief schon vor Sonnenaufgang. In einem Band von der Eifel über die Lüneburger Heide bis zur Ostsee zogen am Mittwochmorgen gewittrige Regenfälle durch, mit Starkregen um 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, stürmischen Böen um 70 km/h und kleinkörnigem Hagel.

Lokal schließt der Wetterdienst dabei sogar Unwetter aus heftigem Starkregen um 40 Liter innerhalb weniger Stunden nicht aus. Im Lauf des Vormittags zieht das Band nach Osten weiter und schwächt sich ab.

In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen kamen am frühen Morgen einzelne Gewitter mit Böen um 70 km/h und Starkregen bis 20 Litern in der Stunde durch. Dort ist die Lage bis zum Mittag vorbei – am Abend legt nur Hessen und Nordrhein-Westfalen noch einmal kurz nach.

Die Höchstwerte bleiben heute bei 18 bis 24 Grad.

Hagelkörner auf einem Gartentisch: Der DWD hält für diesen Mittwochnachmittag zwischen Erzgebirge und Alpen Hagel bis zu zwei Zentimetern für möglich (Symbolbild).

Hagelkörner auf einem Gartentisch: Der DWD hält für diesen Mittwochnachmittag zwischen Erzgebirge und Alpen Hagel bis zu zwei Zentimetern für möglich (Symbolbild).

© Bernd März/imago

Für Berlin und Brandenburg nennt der Wetterdienst drei Regionen. Vom Westhavelland über die Prignitz bis zur Uckermark hält er stellenweise Starkregenmengen zwischen 20 und 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden für möglich, örtlich auch 15 Liter in kurzer Zeit.

Dazu vereinzelt Wind- und Sturmböen zwischen 60 und 75 km/h sowie kleinkörniger Hagel. In den südlicheren Regionen, also auch im Berliner Stadtgebiet, besteht nur geringe Gewitterneigung.

Der schauerartige Regen greift in den Frühstunden auf die Prignitz über und zieht bis zum Nachmittag unter deutlicher Abschwächung nach Südosten ab.

Starker Regen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Ein ähnliches Bild in Sachsen-Anhalt, wo vor allem die Altmark 20 bis 30 Liter abbekommen kann. In Mecklenburg-Vorpommern nennt der Wetterdienst gebietsweise 20 bis 35, lokal um 40 Liter.

Schneebedeckte Alpengipfel über dem noch grünen Vorland: In der Nacht zum Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 2200 Meter, in den höchsten Lagen fallen wenige Zentimeter Neuschnee.

Schneebedeckte Alpengipfel über dem noch grünen Vorland: In der Nacht zum Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze auf etwa 2200 Meter, in den höchsten Lagen fallen wenige Zentimeter Neuschnee.

© Thomas Warnack/dpa

Am Nachmittag beginnen dann starke Gewitter vor allem vom Erzgebirge bis zu den Alpen. Der Wetterdienst nennt Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter, Sturmböen bis 85 km/h und kleinen Hagel. Für einzelne Zellen hält er darüber hinaus unwetterartige Entwicklungen für möglich: 30 Liter Regen in kurzer Zeit, schwere Sturmböen bis 100 km/h und Hagelkörner bis zwei Zentimeter.

In Baden-Württemberg liegt der Schwerpunkt südlich der Donau, im Allgäu sind am Abend bis zu 30 Liter in drei bis sechs Stunden möglich. Für Südbayern nennt der Wetterdienst ab dem Nachmittag an den Alpen 30 bis 40 Liter innerhalb von zwölf Stunden, davon 15 bis 30 allein am Abend.

Über 2200 Meter wird es weiß

In der zweiten Hälfte der Nacht zum Donnerstag sinkt in den Alpen die Schneefallgrenze auf etwa 2200 Meter. In den Gipfelregionen der höchsten deutschen Gebirgsgruppen erwartet der Wetterdienst wenige Zentimeter Neuschnee.

Am Donnerstag ist es zunächst wolkig, zum Nachmittag länger freundlich, bei 18 bis 24 Grad. Nur an der Nordsee frischt der Wind auf, auf den Inseln mit stürmischen Böen um 65 km/h.

Der Freitag bringt einzelne Schauer bei 17 bis 23 Grad, südlich des Mains bleibt es oft trocken. Am Samstag zieht von Nordwesten erneut Schauerwetter auf, im Süden und in der Mitte wird es nach Nebelauflösung teils heiter, bei 18 bis 25 Grad.

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