Port Elizabeth - Die Samba-Trommeln sind auf den Straßen Rio de Janeiros und Sao Paulos verstummt. In Brasilien herrscht Frust und Frost, kälter als der Winter in Südafrika. Der Sündenbock steht nach dem WM-Aus fest: Selecao-Trainer Carlos Dunga (46).Nach dem Super-GAU für die stolze Fußballnation deutete Dunga gestern seinen Rücktritt an: "Ich wusste von Beginn meiner Arbeit an, dass es vier Jahre sein werden."Nach dem WM-Aus 2006 mit den satten und trägen Fußballclowns Ronaldo und Ronaldinho wollte Dunga eine neue Selecao aufbauen - mit Disziplin und Teamgeist. Zauberkünstler, Individualisten unerwünscht. Bis zum Viertelfinale sah es so aus, dass Brasilien mit deutschen Tugenden ganz weit kommen könnte.Dunga wäre beim sechsten Titel zähneknirschend von den Fans zum Helden gemacht worden. Denn geliebt haben sie ihn nie. Seine unspektakuläre Spielweise nervte alle. Jetzt werden sie erlöst. Die Zeitung "O Dia" forderte gestern schon: "Feldherr Dunga sollte von der Nationalmannschaft wegbleiben!" Rücktritt oder Rausschmiss, das ist die Frage.------------------------------BU: Brasil-Trainer Carlos Dunga hadert mit dem WM-Aus.
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