Trainer André Hofschneider überraschte mit seiner Aufstellung. Gleich vier Neue rein! Damir Kreilach, Michael Parensen und Steven Skrzybski ersetzten Marcel Hartel, Grischa Prömel und Akaki Gogia, Marvin Friedrich kam erwartungsgemäß für den gesperrten Toni Leistner. Die größte Umstellung aber war das System!
Hinten wurde mit Dreierkette um Marc Torrejon agiert, die Außenverteidiger Christopher Trimmel und Kristian Pedersen standen höher, bildeten mit Felix Kroos einen zweiten Dreierriegel vor der Abwehr. Eigentlich fast eine Fünferkette hinten.
Es roch wie die berühmte letzte Patrone. Dabei wurde Hofi ja nicht mal ein Ultimatum gesetzt. Sicher, eine Lizenz zum Dauerverlieren wird auch er trotz aller Treuebekenntnisse nicht bekommen. Aber noch schlägt seine Stunde nicht.
Sicherheit schien oberstes Gebot. Verständlich nach den Misserfolgen der letzten Wochen. So waren die Hausherren in der Anfangsviertelstunde das aktivere Team, kamen durch Voglsammer zu einem gefährlichen Abschluss (13.). Doch das Tor fiel auf der Gegenseite, Dicks Kopfball-Klärungsversuch landete vor den Füßen von Skrzybski und der überlupfte den herausstürzenden Ortega cool von der Strafraumgrenze aus – 1:0 (16.), sein achter Saisontreffer. Geil! Endlich mal eine Führung.
Augen zu und durch: Unions Neuer Marvin Friedrich (r.) gegen Andreas Voglsammer.
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Gab Schwung. Simon Hedlund (27.) und Kreilach (32.) versuchten es aus der Distanz, die Arminen dagegen weiter mit Kombinationsspiel bis in den eisernen 16er. Und wären durch Putaro fast zum Ausgleich gekommen (43.). Puh.
Viel Betrieb nach Wiederanpfiff. Skrzybski hätte sich fast zum zweiten Mal für eine Arminen-Vorlage bedanken können, wurde erst im letzten Moment gestoppt. Stachelte die Hausherren an, die mit einem statten Distanzschuss von Kerschbaumer zum Ausgleich kamen (53.).
Steven Skrzybski bleibt eiskalt, lupft den Ball über Stefan Ortega zum 1:0 für Union ins Tor.
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Hin und her wogte das Spiel. Kreilach fast mit der erneuten Führung (55.). Auch die Hausherren nicht ohne. Beiderseits wurde bis in die letzten Sekunden mit dem Schussglück gehadert. Und dann jubelten die Eisernen doch noch. Der Ball lag im Netz. In der Nachspielzeit. Aber zu früh gefreut. Der bis dahin sichere Unparteiische hatte vor dem Schuss von Skrzybski abgepfiffen. Darf nicht wahr sein!
Trotzig skandierte der Union-Block ein „Sieg“ nach dem Abpfiff. Allein die Anzeige wies dank des Unparteiischen was anderes aus.
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