Die Lockenmähne ist grau geworden. Doch Rainer Langhans, einst Chef der legendären Kommune 1, fühlt sich auch mit 70 Jahren fit genug fürs Dschungelcamp (ab 14. Januar auf RTL). Wir erreichten ihn vorm Abflug nach Australien.KURIER: Zwei Luxusartikel darf man mit ins Camp nehmen. Wofür entscheiden Sie sich?Langhans: Wahrscheinlich für meine Kopfstandbank und für so einen Pareo, den ich mir um die Hüften schlingen kann.Was werden Sie mit Sicherheit vermissen?Meinen Computer. Ich finde das Internet fantastisch. Das ist die neue Kommune, in der es Freundschaft und Liebe gibt.Sonst nichts?Nein, ich besitze ja auch im normalen Leben kaum etwas. Ich lebe von kleinen Jobs und meinen 200 Euro Rente, die mir als Zeitsoldat zustehen, wirklich gut. Besitz belastet.Welche Rolle wollen Sie im Camp spielen? Beichtvater oder Sexguru?Wieso Sexguru? Ich bin zwar mit vier Frauen zusammen, aber Sex ist kein Thema. Ich habe schon 1973 radikal den geistigen Weg eingeschlagen, verzichte seitdem auf Drogen und Sex.Sie, der Inbegriff der freien Liebe, haben keinen Sex?Meine Frauen und mich interessiert das Geistige. Sex erschwert Nähe und Liebe.Apropos Nähe. Haben Sie als Intellektueller keine Angst, im Camp auf eine Schar von Dumpfbacken zu prallen?Mir geht es nicht um den Intellekt. Das Camp ist Kommune pur, ohne äußere Ablenkung. Ich sehe das als spirituelle Therapiegruppe.Keine Angst vor den Prüfungen?Ach, ich fühle mich noch ganz okay. Ich bin gespannt, meine Grenzen kennen zu lernen.Was könnte sie mehr als Kakerlaken nerven?Die Moderatoren. Ich finde die Art des Kommentierens unerträglich. Andererseits bin ich es ja seit 40 Jahren gewöhnt, fertig gemacht zu werden.Was werden sie mit der Gage von 50 000 Euro anstellen?Das ist momentan mein größtes Problem. Die ganze Konsumkacke macht einen doch nur unglücklich. Vielleicht baue ich ein Projekt auf.------------------------------
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