Drei Tage Verkehrskontrollen

Drogen, Waffen, Alkohol – lesen Sie mal, was auf Berlins Straßen unterwegs ist

Die Polizei kontrollierte drei Tage lang den Verkehr. Die Bilanz: Dutzende Drogenfahrten, Verstöße gegen das Waffengesetz, zahlreiche Fahrer ohne Führerschein.

Foto von Autor/Autorin: Sebastian Karkos
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1330 Fahrzeige wurden von der Polizei in drei Tagen angehalten und kontrolliert.

1330 Fahrzeige wurden von der Polizei in drei Tagen angehalten und kontrolliert.

© Jan Woitas/dpa

Auf Berlins Straßen sind etliche Verkehrsteilnehmer unterwegs, die dort eigentlich nicht hingehören. Drei Tage lang kontrollierte die Polizei an drei Punkten den Verkehr beziehungsweise die Fahrer.

66 Drogenfahrten in nur drei Tagen entdeckt

Die Bilanz der 7. Berliner DiS-Tage (Drogenerkennung im Straßenverkehr): erschreckend. An der Siegessäule, in der Puschkinallee und auf der Karl-Marx-Allee wurden insgesamt 1330 Fahrzeuge und 1366 Personen kontrolliert. Und manche waren offenbar überhaupt nicht fahrtüchtig, wie Polizei mitteilt. Lesen Sie selbst, was die Kontrollen ans Licht gebracht haben.

Das ist die Bilanz der Polizei nach drei Tagen:

  • 66 Fälle unter dem Einfluss berauschender Mittel.
  • 68 Blutentnahmen.
  • 24 Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis.
  • 1 Verstoß gegen das Cannabisverbot für Fahranfängerinnen und Fahranfänger.
  • 3 Fälle von Urkundenfälschung.
  • 1 Fall von Trunkenheit im Straßenverkehr.
  • 3 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
  • 7 Verstöße gegen das Waffengesetz.
  • 22 Fahrzeuge für ein technisches Gutachten sichergestellt.
  • 2 weitere Fahrzeuge zur Eigentumssicherung sichergestellt.
Ein Polizist hält während einer Drogen-Kontrolle im Straßenverkehr einen Drogentest für Urin in der Hand, der ein positives Ergebnis für THC anzeigt (Symbolfoto).

Ein Polizist hält während einer Drogen-Kontrolle im Straßenverkehr einen Drogentest für Urin in der Hand, der ein positives Ergebnis für THC anzeigt (Symbolfoto).

© Sebastian Gollnow

Die Maßnahme zeigt, dass die Kontrollen in Berlin offenbar dringend nötig sind. Guido Leese, Landesvize der Gewerkschaft der Polizei, sagt: „Die DiS-Tage sind wichtige Maßnahmen, auch wenn wir den Kontrolldruck eigentlich an 365 Tagen im Jahr brauchen. Wir sehen seit Längerem die verheerende Entwicklung, dass sich immer mehr Menschen mit allen möglichen Substanzen im Blut völlig berauscht hinters Steuer setzen und damit eine Gefahr für sich und andere darstellen. Durch die Cannabis-Teillegalisierung ist in der Praxis zu spüren, dass der Mischkonsum mit Alkohol noch einmal zugenommen hat, auch wenn es hier mangels gesonderter Erfassung an aussagekräftigen Statistiken fehlt.“

Die GdP bemängelt, dass der Polizei moderner Messtechnik fehlt. Zum Beispiel bei der Bestimmung des THC-Werts (THC ist der berauschende Wirkstoff der Cannabispflanze – d. Red.). Dazu Leese: „Das sorgt dann zwangsläufig dafür, dass wir Menschen erst einmal zur Blutentnahme mitnehmen müssen und auch die Analyse Zeit benötigt, die wir nicht haben. Natürlich kostet entsprechende Technik Geld, das wäre aber nachhaltig investiert, weil wir unsere Kollegen dann effektiver einsetzen und einer unserer zentralen Kernaufgaben, der Sicherheit im Straßenverkehr, besser nachkommen könnten.“

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