Unions dritter Keeper

Gspurning - Mehr als ein Gute-Laune-Onkel

Unions-Torwart-Oldie hilt jetzt auch noch dem eisernen Nachwuchs auf die Sprünge

Mathias Bunkus
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Michael Gspurning

Michael Gspurning

© imago/Matthias Koch

Daniel Mesenhöler

Daniel Mesenhöler

© imago/Matthias Koch

Trainer Jens Keller ist zwar bekannt dafür, dass er ein gutes Binnenklima schätzt. Aber es sind primär die sportlichen Eigenschaften, die er an dem 35-jährige Fahrensmann schätzt, der heute gegen Würzburg als Stellvertreter von Daniel Mesenhöler auf der Bank Platz nehmen wird. "Ich hoffe nicht, dass ich Micha einwechseln muss, weil dann ja was passiert wäre. Aber ich kann ihn ohne Bedenken jederzeit bringen. Er hat die Qualität dafür", so der 46-jährige Chefcoach der Eisernen.

Spurning hatte sich im Sommer den Eisernen als Back up angeschlossen, weil Union nicht mit drei jungen, weitestgehend unerfahrenen Torhütern in die Saison gehen wollte. Der im Juni auslaufende Vertrag des Österreichers wurde um ein Jahr verlängert und für A-Junior Lennart Moser wurde zudem nach dem Ausfall von Jakob Busk (Muskelfaserriss) vorsorglich eine Spielgenehmigung bei der DFL beantragt. Aber so weit wird es hoffentlich nicht kommen.

Doch zurück zu Gspurning. "Ich bin froh, dass hier alles so gut gelaufen ist, wie ich mir das auch vorgestellt hatte. Ich bin im Sommer ja nicht als Gute-Laune-Kasper nach Berlin gekommen, sondern hatte mir schon Gedanken darüber gemacht, wie ich mich sinnvoll einbringen kann. Auch mit Blick über die Zeit als aktiver Profi hinaus", sagte der gebürtige Grazer.

Künftig wird er nicht nur beim Training der Zweitliga-Kicker, wo er manchmal sogar Torwarttrainer Dennis Rudel vertritt, wenn der unpässlich ist, mitmischen. Sondern auch sich mit seiner Erfahrung im Nachwuchsbereich einbringen, dort die Jugend-Keeper trainieren. Gut vorstellbar, dass er auch über den Sommer 2018 hinaus eine Verwendung im neuen Nachwuchsleistungszentrum der Köpenicker finden wird. "Das ist eine Aufgabe, die mich schon reizen würde", gibt der Steierer zu.

In dieser Woche hat er natürlich verstärkt auf Daniel Mesenhöler eingewirkt, der vor seinem Ligadebüt heute Abend (18.30 Uhr) gegen Würzburg steht. "Wir haben aber nichts besonderes gemacht. Das wäre ja auch komplett falsch. Als zweite Torhüter musst du dich eh jede Woche so auf das Spiel vorbereiten, als ob du auflaufen würdest." Es könne ja immer mal was passieren im Spiel. "Daniel ist da auch sehr fokussiert und reflektiert. Den muss man nicht groß erden. Aber das eine oder andere habe ich ihm natürlich schon mit auf den Weg gegeben", so Gspurning.

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