Ist das bitter

Union eiskalt abgeKnollt

Hertha-Leihgabe Marvin Knoll bereitet drei Tore für Dynamo vor und schießt eines selbst.

Mathias Bunkus
Lesezeit 2 Min
Der Mann des Abends! Dresdens Marvin Knoll zieht mit links ab, trifft zum 2:0. Unions Christopher Quiring sieht nur die Hacken der Hertha-Leihgabe.

Der Mann des Abends! Dresdens Marvin Knoll zieht mit links ab, trifft zum 2:0. Unions Christopher Quiring sieht nur die Hacken der Hertha-Leihgabe.

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Und weil das am Freitag in Dresden auch mal wieder der Fall war, fuhren die Köpenicker am Ende mit einer dicken 0:4 (0:1)-Packung nach Hause. Nicht, dass man jetzt falsch verstanden wird. Es hätte am Ende noch fetter kommen können!! Bis auf vielleicht Christopher Quiring und Keeper Jan Glinker wusste gestern kein Eiserner, wie man das Wort Normalform schreibt.

Vielleicht hätte sich das KollekTIEF von Uwe Neuhaus ein Beispiel an dem Zuschauer in Minute 13 nehmen sollen. Als der Spielball nämlich bei ihm im Block N landete, entschwand er eilends mit dem Objekt der Begierde durch den Ausgang. Und das auch noch ungehindert! Mit einem solchen Rezept hätten die Eisernen gestern auch wohl deutlich weniger Schaden genommen ...

Hatten sie aber nicht parat. Und so mussten sie der Gala-Show eines Berliners beiwohnen. Dummerweise trug Marvin Knoll aber nicht rot-weiß! Der von Hertha BSC ausgeliehene Flügelflitzer führte die Schwarz-Gelben zu einer rauschenden Abendshow, die Dresdens Anhänger schon wieder inbrünstig vom Europapokal singen ließen.

„Ich war mehrere Jahre bei Hertha, da lebt man natürlich die Rivalität mit Union. Ich will jetzt zwar nicht von Rache für das Derby sprechen, aber ich wünsche Union eine schöne Heimfahrt“, meinte der 21-Jährige.

Bei Martin Stolls 1:0 (21.) wurde Knolls Freistoß verlängert, das 2:0 (50.) besorgte Knoll höchstpersönlich mit links. Anschließend bediente der Mann mit dem eigenwilligen Kurzhaarschnitt dann Sascha Pfeffer (61.) und legte dann auch noch Robert Koch (65.) den vierten Treffer auf. Union wurde eiskalt abgeKNOLLt!

Wütende Rufe von den Rängen hallten Torsten Mattuschka, Markus Karl & Co. am Ende von den rund 3000 mitgereisten Unionern entgegen. Deutliche „Neuhaus raus“-Rufe waren nach der zweiten 4:0-Pleite der noch jungen Spielzeit zu hören. Die werden so schnell nicht verstummen, wenn der 51-Jährige dem Team nicht abgewöhnt, sich so fahrlässig und kampflos dem Untergang zu ergeben.

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