Seit der umstrittenen Polizeireform in Brandenburg steigt die Einbruchsrate an den Grenzen Berlins – und die Polizei ist machtlos.
Gut organisierte Banden, vorrangig aus Osteuropa, die in Berlin über Monate billig in Hostels wohnen und im Speckgürtel von Berlin auf Diebestouren gehen.
Nach den beiden Männern auf den Fotos fahndet die Polizei jetzt.
Sie hatten am 3. Juli in einem Einfamilienhaus in Glienicke/Nordbahn (Oberhavel) zugeschlagen und mehrere PC-Tablets und Bargeld gestohlen, nachdem sie die Terrassentür aufhebelten. Es ist nur ein Fall von unzähligen.
Rund 1.300 Einbrüche gab es 2009 im Speckgürtel, 2013 waren es mit 2.500 schon fast doppelt so viele.
Für diese Einbrüche gibt es eine eigene Polizeieinheit – die „Gemeinsame Ermittlungsgruppe“ in Potsdam, in der Berliner und Brandenburger Polizisten zusammenarbeiten.
Doch die Ermittler haben keine Kapazitäten, um den steigenden Einbrüchen Herr zu werden. Im Gegenteil: Nach der Polizeireform haben die meisten Streifenwagen auch noch längere Anfahrtswege.
Thomas Latzo, der Brandenburger Chef der Einbrecherjäger, weiß, dass erhöhte Polizeipräsenz allein nicht reicht. „Wenn dann dort ein Funkwagen kommt, lassen sie ihn vorbeifahren und steigen anschließend in ein Haus ein“, erklärt Latzo.
Noch wichtiger ist es, verdeckte Ermittler einzusetzen. Doch dafür fehlt das Personal. „Der Stellenabbau nach der Polizeireform schränkt die Bekämpfung der Einbrecher ein“, sagt Andreas Schuster, Landeschef des Gewerkschaft der Polizei.
Derzeit gibt es in Brandenburg noch etwa 8.400 Polizisten. Die Polizeireform wird wegen der steigenden Kriminalität jetzt Wahlkampfthema in Brandenburg.
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