Zu der ersten Annäherung zwischen einem Mercedes und einer Straßenbahn kam es am Sonnabend gegen 18.30 Uhr in Oberschöneweide. Laut Zeugen soll ein älterer Herr zu früh abgebogen sein. Statt in die nächste Straße polterte der Rentner mit seinem silbernen Wagen etwa 50 Meter über die Straßenbahn-Gleise. Der verwirrte Autofahrer blieb zum Glück unverletzt.
Allerdings gestaltete sich die aufwendige Bergung schwierig, da der Wagen direkt unter Oberleitungen und einem Verteilerkasten stand. Erst als ein Kran der BVG anrollte, konnte der Mercedes nach fast zwei Stunden aus dem Gleisbett gehoben werden.
Kein Alkohol im Spiel
Etwa zwölf Stunden später krachte dann in Friedrichshain ein schwarzer Mercedes gegen eine Straßenbahn. Das Auto war mit drei Insassen auf der Weserstraße unterwegs. Beim Abbiegen in die Holteistraße rammte die C-Klasse einen Waggon der M10.
„Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mercedes-Fahrer der Straßenbahn die Vorfahrt genommen haben“, sagt eine Polizeisprecherin.
Durch die Wucht des Aufpralls flogen Trümmerteile durch die Luft, wodurch die Motorhaube eines Taxis beschädigt wurde.
Bei dem Unfall erlitten die Mercedes-Insassen, drei Vietnamesen (32, 34, 35), leichte Kopfverletzungen. Alkohol soll nicht im Spiel gewesen sein. Da die Männer ins Krankenhaus kamen, wurde der Mercedes vorerst von der Polizei sichergestellt. Die Feuerwehr hatte eine Stunde gebraucht, um den Wagen per Kran zu bergen. Die Sperrung wurde 7.30 Uhr aufgehoben.
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