Von Handelsreisenden geschätzt, von Familien geliebt: Kombis haben derzeit wieder Hochkonjunktur. Besonders die ausgewachsenen Mittelklässler trumpfen auf, locken ihre Kundschaft mit flott gestyltem Body und sind meist auch noch randvoll mit zeitgemäßer Ausstattung versehen. Doch beim Kauf so eines Dickschiffs zählen auch Allroundfähigkeiten, Leistung fürs Geld, Sprit-Verbrauch und Lust auf Last. Wir haben drei automobile Alleskönner, die mit jeweils üppigen 163 Diesel-PS klotzen, unter die Lupe genommen. Mazda6 KombiDer kraftvolle JapanerDer 4,79 m lange Mazda6-Kombi verströmt bis in die letzte Kante Premium-Qualität. Besonders das Heck gefällt mit seinen mandelförmig gestalteten LED-Leuchten sowie der tief in die Stoßfänger platzierten Klappe. Sie reckt sich mit fast zwei Metern in die Höhe und schließt an einer Ladekantenhöhe von gerade mal 60 cm erstaunlich tief ab.Dahinter gähnt ein riesiges Gepäckabteil (519 bis 1751 l; Zuladung 600 l). Die maximale Laderaumlänge bis zur 1. Sitzreihe beträgt 1,98 m, zwischen den Radkästen zeigt unser Maßband 1,03 m. Das Laderaumrollo rollt sich beim Öffnen der Heckklappe aus einer Kassette und beim Schließen darin selbsttätig wieder auf. Der 163-PS-Turbodiesel ist topp, um den Alltag zu bewältigen: 0 auf 100 km/h in 9,2 s, 211 km/h Spitze, Verbrauch 5,4 l (CO2 143 g/km).Fahrseitig gefielen uns die leicht agierende direkte Lenkung, das gut sortierte Sechsgang-Getriebe und das angenehm straffe Fahrwerk. Preis: ab 28090 Euro. Peugeot 508 SWDer freundliche FranzoseAb März schiebt Peugeot seinen neuen 4,82 m langen 508 SW auf die Straße. Mit seinem nach hinten leicht abfallenden Dach liegt er voll im Trend. Die Ladekante liegt bei nur 64 cm, der Kofferraum packt 560 bis 1598 Liter ein, die Zuladung beträgt 470 Kilo.Nach Umlegen der Rückbank lauert leider eine Schräge samt Stufe im Ladeboden, der innen in der Breite ebenso mehr als einen Meter misst. Sein Zweiliter-HDi-Diesel mit 163 PS (340 Nm) kommt ausschließlich mit einer weich schaltenden Sechsstufen-Automatik daher. Unerreicht: der energische Vorwärtsdrang des Kombis. In 9,2 s ist der Sprint auf Tempo 100 erledigt, erst bei 225 km/h ist Sense. Allerdings verbraucht er mit 5,7 l im Schnitt (CO2 149 g/km) etwas mehr als die beiden Konkurrenten. Der Franzose meistert alle Ausweichversuche unspektakulär und selbst größere Schlaglöcher pariert das Fahrwerk souverän. Preis: ab 30400 Euro. Volvo V60Der dynamische SchwedeWer glaubt, mit dem neuen Volvo V60 einen üppigen Frachter vor sich zu haben, wird eher enttäuscht sein. Liegt doch das Standard-Gepäckraumvolumen nur bei 430 l, selbst nach Umlegen der dreigeteilten (!) Rückbank sind es trotz völlig ebener Ladefläche nicht mehr als 1241 l. Warum das so ist? Volvo wollte die Sportlichkeit mehr in den Vordergrund rücken. Aber bei der Zuladung kann er mit den Konkurrenten mithalten: Hinter die weit öffnende Klappe lassen sich über die nur 66 cm hohe und 1 m breite Ladekante 461 Kilo an Gepäck reinwuchten. Laderaumlänge bis zur 1. Sitzreihe: 1,66 m. Und der Diesel? Schon beim Start zieht das gut gefütterte Rentier prima an der Vorderachse, trabt bereits unter 1600 Touren wacker los. Der Fünfzylinder mit Turbolader sprintet von 0 auf Tempo 100 in 9,3 s, erreicht später als Spitze 220 km/h, verbraucht dennoch nicht mehr als 5,5 l (CO2 144 g/km). Preis: ab 32650 Euro.------------------------------DIE KURIER-URTEILE FÜR DEN STILVOLLEN DREIER-PACKAussehen Ausstattung Fahrverhalten Verbrauch Preis/Leistung GesamturteilVolvo V60 HHHH HHHH HHHHH HHHHH HHHH HHHHMazda6 Kombi HHHH HHHHH HHHH HHHHH HHHHH HHHHHPeugeot 508 SW HHHHH HHHH HHHH HHHH HHHH HHHHH (UNGENÜGEND) BIS HHHHH (SEHR GUT)------------------------------BU: Der Mazda6: kraftvoll wie ein Samurai und elegant wie ein Ninja-Krieger.BU: Das harmonische Verhältnis von Front, Heck und Passagierkabine gefällt.BU: Dieser Schweden-Laster (4,63 m lang) strahlt viel Dynamik aus.
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