Marcelinho-Drama

Es geht um 1000 Euro

Der Anwalt des Ex-Hertha-Stars erklärt Alimente-Streit.

Martina Farmbauer
Lesezeit 2 Min
Marcelinho beim seinem Abschiedsspiel in Berlin Ende März 2017.

Marcelinho beim seinem Abschiedsspiel in Berlin Ende März 2017.

© dpa

„Marcelinho leugnet nicht, dass er Schulden hat. Aber die Forderung ist höher als die Schulden, die de facto bestehen.“

So hoch, dass Marcelinho die von seiner Ex-Geliebten geforderte Alimente für die gemeinsame Tochter (9) nicht mehr zahlen kann. Deswegen verdonnerte ein brasilianischer Richter den Ex-Hertha-Star zu 30 Tagen Knast! Laut Vilar fordere die Mutter seit November 30.600 Reais, umgerechnet 7146 Euro, während Marcelinho bereits 12.000 Reais, umgerechnet 2802 Euro, auf einem Konto bei der Justiz hinterlegt habe.

Geldsorgen sind nichts Neues

Nur: Die Mutter habe sich an die früheren Zahlungen – Marcelinho will zu seinen besten Zeiten 1000 Euro pro Woche überwiesen haben – gewöhnt und wolle darauf nicht mehr verzichten. „Das ist gerade im Nordosten Brasiliens viel Geld“, sagt Vilar. Mehr könne Marcelinho als Viertliga-Kicker nicht mehr aufbringen. „Deswegen gehen wir in Berufung“, sagt Vilar, der noch in dieser Woche mit einer Entscheidung rechnet.

Es scheint, als ziehen sich die Geldsorgen wie ein roter Faden durch Marcelinhos Leben. Schon zu Hertha-Zeiten verprasste er regelmäßig vor Monatsende sein üppiges Gehalt im Berliner Nachtleben. Gefängnis drohte ihm damals nie. Jetzt scheint alles noch viel schlimmer.

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