Drama in Gesundbrunnen

21-Jähriger tötet Geliebte (40)

40-Jährige in ihrer Wohnung ermordet. Mutmaßlicher Killer lag verletzt neben ihr.

Alexander Schmalz
Lesezeit 2 Min
Eine Polizistin leuchtet mit einer Taschenlampe den Balkon der Todes-Wohnung aus. 

Eine Polizistin leuchtet mit einer Taschenlampe den Balkon der Todes-Wohnung aus. 

© Bernd Friedel

Es soll einen heftigen Streit gegeben haben, bevor der 21-Jährige seine Freundin brutal attackierte. Wie im Rausch muss er auf die 40-Jährige losgegangen sein. Gegen 5.20 Uhr hörte ein Anwohner plötzlich Schreie im Hausflur. Es waren die letzten Lebenszeichen der Frau.

Keine Angaben zur Todesursache

Aufgebracht hatte der Anwohner die Behörden alarmiert. Die Einsatzkräfte rasten sofort los, waren nur wenige Minuten später am Tatort. Doch für die 40-jährige Nachbarin kam jede Hilfe zu spät.

Eine Streifenwagenbesatzung machte in der Wohnung im zweiten Obergeschoss den grausigen Fund. Hinzugerufene Rettungskräfte der Feuerwehr gingen davon aus, dass die blutüberströmte Frau eine schwere Schussverletzung hat. Das bestätigte die Polizei nicht. Eine Schusswaffe sei aber nicht zum Einsatz gekommen. Zur Todesursache wollte die Behörde keine Angaben machen. Das sei Täterwissen.

In diesem Hochhaus an der Demminer Straße hörte man Frauen-Schreie. Für die 40-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

In diesem Hochhaus an der Demminer Straße hörte man Frauen-Schreie. Für die 40-Jährige kam jede Hilfe zu spät.

© Bernd Friedel

Da der 21-jährige Verdächtige noch vernommen wird, wollen die Ermittler der 8. Mordkommission so wenig Details wie möglich verraten.

Der mutmaßliche Killer wird derzeit noch in einem Krankenhaus behandelt. Polizisten hatten ihn bewusstlos und schwer verletzt neben der Toten gefunden. Er hatte versucht, sich nach der Tat das Leben zu nehmen. 

Opfer und Täter waren nach Angaben der Polizei ein Paar. Der 21-Jährige soll oft bei der Frau zu Besuch gewesen sein. Das Motiv ist bisher unklar. Möglicherweise wollte sich die 40-jährige Deutsche von dem jungen Mann trennen. „Das ist Bestandteil der Ermittlungen“, sagt eine Polizeisprecherin.

Der 21-Jährige war von Afghanistan nach Berlin geflüchtet. Er hat sich nach KURIER-Informationen legal in Deutschland aufgehalten.

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