Donald Trump

Schon sein deutscher Opa war ein Großmaul

Das Sprücheklopfen und Geldscheffeln liegt dem Milliardär in den Genen.

Dierk Sindermann
Lesezeit 2 Min

Dass Donald Trump eine große Klappe hat und steinreich ist, weiß inzwischen jeder. Dass sein Großvater aus der Pfalz stammt und genau wie Donald nicht gerade auf den Mund gefallen und gut betucht war, ist weniger geläufig. 1869 war er als Friedrich Drumpf in Kallstadt bei Bad Dürkheim zur Welt gekommen. Mit gerade 16 wanderte der kleine Fritz aus und landete 1885 in New York. Bevor er im Bauwesen Fuß fasste und mit Immobilienprojekten im damals noch Wilden Westen reich wurde, hatte er seinen Namen in Fred Trump geändert. Der umtriebige Deutsche scheffelte unter anderem in Seattle und Alaska Geld, investierte auch in Aktien.

Als er 1918 mit nur 49 Jahren in New York starb, hinterließ er Ehefrau Elizabeth und den drei Kindern Elizabeth (14), Fred (13) und John (11) mehr als 500 000 Dollar, eine für die damalige Zeit astronomische Summe. Zusammen mit ihrem ältesten Sohn Fred jr. führte Elizabeth Trump die Geschäfte erfolgreich weiter. Freds Sohn Donald, heute Präsidentschafts-Aspirant, stieg 1974 in das Unternehmen ein und setzte sich gleich ein ehrgeiziges Ziel: „Ich will Immobilienkönig werden!“ Was ihm auch gelang.

Im Herbst 2012 wurde Donald Trump in die „German-American Hall of Fame“ aufgenommen, eine Organisation in New York, die nach eigenen Angaben „herausragende Amerikaner deutscher Abstammung“ ehrt. Die Zeremonie fand im Trump Tower in Manhattan statt.

Ob der 69-Jährige bald auch in einer der bekanntesten US-Immobilien – dem Weißen Haus – residiert, werden die nächsten Monate zeigen. In einem ist er allen anderen Mit-Präsidentschaftskandidaten weit voraus. Sein Vermögen liegt bei gut zehn Milliarden Dollar. Damit kann er seinen Wahlkampf quasi aus der Portokasse finanzieren. DS

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