Dominik Brunner hatte einen Herzfehler Nicht die Prügel-Verletzungen waren tödlich. Was bedeutet das für die Mord-Anklage?

Prozess-Wende

BK
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München - Im Fall Dominik Brunner (†50) gibt es neue sensationelle Erkenntnisse: Der Geschäftsmann, der Opfer einer brutalen Prügelattacke am Münchner S-Bahnhof Solln wurde, starb an Herzversagen.Brunner soll an einem vergrößerten Herzen gelitten haben. Die Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft Barbara Stockinger bestätigte, dass Brunner an Herzstillstand starb. Die Darstellung, dass er damit nicht in Folge der Tritte und Schläge seiner Angreifer ums Leben kam, wies sie aber zurück. "Wenn es die nicht gegeben hätte, dann wäre das Herz nicht stehen geblieben", so Stockinger. Allerdings soll Brunner bei der Attacke weder einen Schädelbruch noch Knochenbrüche erlitten haben. Stockinger wollte das nicht näher kommentieren.Es ist ein herber Schlag für die Staatsanwaltschaft. Die will Markus S. (19) und Sebastian L. (18) wegen Mordes aus niederen Beweggründen verurteilen lassen. Allerdings hatte es schon zuvor Zweifel an dem Mordvorwurf gegeben, da die Angeklagten sowie die Zeugen aussagten, dass Brunner zuerst zuschlug. Zunächst muss das Gutachten der Rechtsmedizin abgewartet werden, das nach Ende der Beweisaufnahme erstellt wird. Dann werde der Fall juristisch neu bewertet, so Stockinger.Brunner war im September 2009 nach einem gewalttätigen Übergriff durch die zum Tatzeitpunkt 17- und 18-Jährigen ums Leben gekommen. Vermutlich habe die Erregung wegen der Attacke sein Herz so sehr überfordert, dass es versagte, schreibt der "Spiegel". Den Umstand, dass Brunner unter einem vergrößerten Herzen litt, habe die Staatsanwaltschaft bislang verschwiegen. In ihrer Anklageschrift schrieb sie, Brunner sei "an den Folgen des Angriffs der Angeschuldigten" verstorben.------------------------------Zwischenzeile: ER HATTE WEDER SCHÄDEL- NOCH KNOCHENBRÜCHEBU: Stehen vor Gericht: Sebastian L. (18)

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