Laut Internetseite „vroniplag“, die getürkte Dissertationen aufspürt, schrieb Goldschmidt bei der Doktorarbeit rund 50 der 454 Seiten ab. Teilweise wörtlich, oft ohne Quellenangabe. Die geklauten oder abgekupferten Texte stammen u.a. aus Pressemitteilungen, vom Bundesamt für Statistik, in einem Fall sogar aus der „SuperIllu“. Es gibt also noch einen kleinen Guttenberg ...
Goldschmidt hatte an der TU Berlin promoviert, der Titel seiner Arbeit lautet „Management des Stadtumbaus unter Berücksichtigung der städtebaurechtlichen Rahmenbedingungen“. Die stand bis vor kurzem auch auf der Homepage des Politikers, die gestern nicht erreichbar war.
„Vroniplag“ bemängelt zudem, dass „die Arbeit in weiten Teilen keine wissenschaftliche Tiefe erreicht.“ Goldschmidt regiert seit 2007 die Kleinstadt (20.500 Einwohner) im Spree-Neiße-Kreis. Er will jetzt mit Uni und Doktorvater reden. Reue zeigt er nicht: „Ich habe nach damaligem besten Wissen und Gewissen gehandelt.“ SCHA
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