Dieter Hoeneß & Lucien Favre waren mal Herthaner. Heute müssen sie sich wieder wehtun

Liebe, Hass und alles zwischendrin

Andreas Lorenz
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Wolfsburg - Dieter Hoeneß mit und gegen Lucien Favre - für Hertha-Fans ist das die Beschreibung der schönsten und der schlimmsten Momente der jüngeren Vereinsgeschichte. Also schaut jeder Blau-Weiße heute nach Wolfsburg, wenn der VfL mit Ex-Hertha-Macher gegen Lulus Gladbacher ums Überleben im Abstiegskampf spielt (20.30 Uhr)."Das Spiel ist ungeheuer wichtig. Für beide Mannschaften", sagt Hoeneß. Favre erwidert: "Wir müssen in Wolfsburg punkten, das ist ein Konkurrent im Tabellenkeller."Bei der Frage nach der Stimmung untereinander hält der Wolfsburger Krisenmanager den Ball flach: "Alles bereinigt. Wir haben uns ausgesprochen."Unter Männern halt, das heißt ohne große Worte oder Details. Das ist auch gut so, denn das Zusammenwirken bei Hertha war geprägt von Liebe und Hass und allem zwischendrin.Am Anfang, im Sommer 2007, kämpfte Hoeneß wie ein Löwe um Favre. Flog dem schüchternen, labilen Schweizer Trainer-Genie hinterher, als der den Berlin-Job schon abgesagt hatte.Doch als Favres Magie dann zündete, fühlte sich Hoeneß an den Rand gedrängt. Nur er halte Favre auf der Erfolgsspur erzählte er immer wieder. Das nahm ihm der Coach übel. Beschwerte sich auf dem Weg zum Beinahe-Titel hinter vorgehaltener Hand massiv über das System Hoeneß.Am Ende war es Favre, der den Machtkampf gewann. Doch Favre verlor in Krise 1 der Nach-Hoeneß-Ära erst die Nerven, dann die Mannschaft. Wurde gefeuert und trat gegen den Verein nach, was ihn auf dem Trainermarkt erstmal das Prädikat "unvermittelbar" einbrachte.Inzwischen hat Lulu sein Lächeln zurück, zeigte beim Debüt mit dem 2:1 über Schalke, dass er eine Truppe flottmachen kann. Hoeneß und Lulu - heute müssen sie sich wehtun.------------------------------

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