In der Tat sieht die prominenteste Wiese Deutschlands nicht mehr schön aus. Viele kahle Stellen, wo einst grünes Gras war. Der Reichstagsrasen leidet unter den Menschenmassen, die ständig auf ihn herumspazieren, Fußball spielen, mit Fahrrädern rüberfahren oder demonstrieren. „Eigentlich ist das Betreten des Rasens verboten“, sagt Mittes Grünflächenamtschef Harald Büttner. Verbotsschilder würden nichts bringen, meint er. „Im Herbst sollen am Rasenrand niedrige Gitter wie im Tiergarten angebracht werden, um klar zu machen, dass keiner auf den Rasen rauf darf.“
So soll das kniehohe Gitter aussehen, mit dem der Reichstagsrasen umzäunt werden soll, um Menschen vom Betreten der Wiese abzuhalten.
© Bezirksamt Mitte
Ob das was bringt, ist fraglich. Denn das Gitterchen ist nur fast kniehoch, eher eine Stolperfalle als ein ernstes Hindernis, um Menschen vom Rasenbetreten abzuhalten. Der Bezirk hofft dennoch auf die Vernunft der Berliner und Touris.
Jetzt ist das Areal erst einmal mit Bauzäunen abgeriegelt. Denn nach Kirchentag und Turnfest ist der Reichstagsrasen so heruntergekommen, das er sie jetzt aufwendig saniert werden muss. Gärtner rückten mit schwerer Technik an, werden vier Wochen lang den Rasen auf Vordermann bringen. Boden auflockern, Mutterboden nachfüllen, neue Rasensamen aussäen und düngen. Die Kosten betragen 35.000 Euro, die Bezirk und der Bundestag bezahlen werden.
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