Profi-Fotografen mögen sie als Spielerei abtun, ein Hingucker sind sie aber allemal: Panoramabilder begeistern auch Hobby-Fotografen.An ihrer Detailmenge kann man sich kaum sattsehen, die meist bizarr verzerrten Perspektiven eröffnen einen ganz neuen Blick auf Altbekanntes. Mit den richtigen Apps wird auch das iPhone zur Ultra-Weitwinkel-Kamera.DigiTrend hat für die KURIER-Leser sieben günstige Programme getestet, die Einzelbilder zu riesigen Bilderbögen zusammenfügen.So entstehen Panoramabilder:Um mehrere Fotos "zusammenzunähen", müssen die Einzelbilder sich zum Teil überlappen, damit die Software erkennt, wie die Bilder zusammengehören. Die Belichtung der Einzelaufnahmen wird in der Regel angeglichen. Beim Fotografieren kommt es meist unweigerlich zu Anschlussstellen, die nicht genau zueinanderpassen. Diese Fehler sollte die Software ausgleichen.Panoramatic:Diese App für 1,59 Euro ist kinderleicht zu bedienen, bietet aber viele Einstellungsmöglichkeiten für versierte Nutzer und die Möglichkeit, 360-Grad-Bilder zu erschaffen. Aufnahmen sind im Hoch- und Querformat möglich. Der Überlappungsbereich des vorhergehenden Fotos wird halbtransparent ins Sucherbild eingeblendet, damit man den Bildausschnitt für die nächste Aufnahme passend wählen kann. Außerdem zeigt die App an, ob die Kamera senkrecht gehalten wird (gut, um Verzerrungen zu vermeiden). Beim Test kam es jedoch bei einigen Details zu "Geisterbildern": Gegenstände wurden beim Zusammenfügen doppelt abgebildet. Bei unregelmäßigen Flächen, zum Beispiel Baumkronen, kam es zu störenden, ringförmigen Mustern (Moiré-Effekt). Kann man damit leben, ist diese App zu dem Preis kaum zu schlagen.Pano:"Pano" schlägt mit 2,39 Euro zu Buche. Funktioniert im Prinzip genauso wie "Panoramatic", macht auch 360-Grad-Bilder, ist aber auf das Wesentliche beschränkt: schnell und einfach Panoramen machen - aus bis zu 16 Aufnahmen. Sind die Anschlussstellen zweier Bilder aufgrund perspektivischer Verzerrung des iPhone-Weitwinkel-Objektivs nicht deckungsgleich, schummelt und biegt sich die Software die Unstimmigkeiten beim Errechnen des Panoramas meist verlässlicher zurecht als "Panoramatic". Geisterbilder entstehen auch hier gelegentlich. Ansonsten: Einfachst zu bedienen und qualitativ gut.Autostitch Panorama:Dieses Programm für 2,39 Euro ist keine echte Panorama-App, die bei der Aufnahme der Bilder hilft, sondern fügt lediglich vorhandene Fotos zusammen. Die Anwendung ist sehr einfach und intuitiv zu bedienen. Außerdem kann man nicht nur Schwenks in eine Richtung, sondern eine Vielzahl von Einzelansichten zu einem Großbild zusammenbasteln. Beim Test kam es aber regelmäßig zu deutlichen Geisterbildern, wo andere Apps gute Ergebnisse lieferten. Eine sinnvolle Erweiterung ist die Knips-Hilfe Auto Pan (1,59 Euro): Die App arbeitet mit dem iPhone-Kompass zusammen und löst automatisch aus, sobald der Fotograf das Handy weit genug für die nächste Aufnahme geschwenkt hat.iPanorama Assistant:Kostenlos - und nutzlos: Weder Anschlussfehler noch Belichtungsunterschiede werden ausgebügelt. Finger weg!Superama:Diese Gratis-App bekommt sehr gemischte Nutzer-Bewertungen. Stürzte im Test mit dem neuen iPhone 4 ständig ab, daher keine Wertung.Dual Pano:Ähnlich wie der "iPanorama Assistant": Anschlussfehler und Belichtungsunterschiede gleicht diese App für 79 Cent nicht aus.Pano Lab:Als Gratis-App okay. Hilft Fotos manuell zusammenzufügen, Verzerrungen werden aber bei weitem nicht so gut ausgeglichen wie bei "Autostitch Panorama".------------------------------BU: Ein 180-Grad-Blick auf Hamburg vom Planetarium aus, zusammengefügt mit der iPhone-App "Autostitch Panorama". An der Brüstung der Besucherplattform sieht man deutliche "Geisterbilder".
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