Köln - "Die Branche ist ein Sektor, der knallhart ist, und knallhart kalkuliert", sagt Agrar-Ingenieur Manfred Hofstetter von Greenpeace. Beim Geflügel macht das Futter die Hälfte, beim Schweinemästen zwei Drittel der Produktionskosten aus. Das fördert die kriminelle Gier und führt zu einer Flut fragwürdiger Ekel-Zutaten.Das Fett im Geflügelfutter stammt hauptsächlich aus Rückständen, die bei der Gewinnung von Speiseöl und Biodiesel anfallen. "Die Schadstoffgrenzen sind genauso streng wie für Lebensmittel", weiß Bernhard Budick, Agrarexperte der Verbraucherzentrale NRW.Streng riechendes Fischmehl gilt als Power-Eiweiß z.B. für Ferkel. Gewonnen wird es aus pulverisierten Innereien, Gräten und Köpfen und sogenannten BeifangSägespäne - Zellulose pur - ersetzen natürliche Ballaststoffe. Ein Cocktail aus Zusatzstoffen gaukelt Gesundheit vor. Carotin, damit der Dotter im Ei schön gelb, die Butter wie von der Kuh auf der Wiese wirkt. Seit der BSE-Krise sind Tier- und Fleischknochenmehl verboten. Übrigens: 20 % teureres Futter bedeutet nur rund 2,5 % höherer Preis für den Endverbraucher, errechnete Foodwatch. S. N.Lesen Sie auch Seite 17
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