Los Angeles - Er praktiziert seit 20 Jahren als Arzt, Patienten loben Conrad Murray (57) als fürsorglichen Top-Mediziner. Wie kann es dann sein, dass sein berühmtester Patient Michael Jackson unter der Aufsicht des US-Herzspezialisten starb? Zeugen berichten von haarsträubender Unfähigkeit des Kardiologen, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden könnte. Angeblich hatte er nicht mal Ahnung von Erster Hilfe."Kann jemand Herz-Lungen-Massage?", soll der hochbezahlte Herzspezialist (150 000 Dollar Monatsgehalt) panisch und hilflos Jackos Leibwächter gefragt haben, als der "King of Pop" am 25. Juni 2009 mit offenen Augen und offenem Mund auf dem Bett lag. "Murray wusste nicht, wie es geht", so Jackos Sicherheitschef Faheem Muhammed in der Anhörung vor Gericht. Auch Mund-zu-Mund-Beatmung konnte er nicht. "Wir kannten Murray als Herzspezialisten und waren schockiert." In den USA lernt jeder Fahrschüler Herz-Lungen-Reanimation.Nächster Hammer: Bei der Massage lag Jacko auf einer weichen Matratze statt einer harten Unterlage. Und: Murray benutzte statt beiden nur eine Hand. "Mit der anderen packte er verzweifelt Ampullen in einen Beutel", so Bodyguard Alberto Alvarez. Erst als alles versteckt war, rief man den Notarzt - nach 20 Minuten! "Sanitätern log Murray dann vor, Jackos Zustand sei gerade erst eingetreten."Den Kampf um Jacksons Leben mussten sogar dessen Kinder mit ansehen. Prince (13) und Paris (12) hätten in der Schlafzimmer-Tür gestanden, so Zeugen. Alvarez: "Paris weinte bitterlich, rief ,Daddy'." Der Staatsanwalt wirft Murray fahrlässige Tötung vor. Der Arzt dagegen will Jacko nur eine geringe Menge Propofol gespritzt haben. Die tödliche Überdosis des Narkosemittels habe sich Jacko in einem unbeobachteten Moment selbst verabreicht, so Murray. DÖ------------------------------BU: Jacksons Kinder sahen mit an, wie der "King of Pop" (r.) starb.
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