Lkw-Unfall in Neukölln: Der Lastwagen hatte Gefahrengut geladen.
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Am späten Nachmittag versuchte der Fahrer eines mit Wasserstoff beladenen Gefahrguttransports, unter der Brücke in der Niemetzstraße hindurchzufahren. Das Problem: Der Lkw war etwas höher als 3,80 Meter – die Brücke hingegen nicht. Prompt rissen schwere Teile des Aufliegers ab, der ramponierte Rest des Brummis blieb dann schließlich stecken.
Feuerwehr musste gefährliche Ladung sichern
Erst die alarmierten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr konnten den schweren Lkw aus seiner misslichen Lage befreien und die gefährliche Ladung sichern.
An dieser Neuköllner Brücke kracht es öfter
2002: Dieser große Gelbe der BVG legte sich ebenfalls mit der Brücke an – und verlor den ungleichen Kampf.
© Norbert Krause
2014: Auch dieser riesige Brummi ignorierte die mehr als deutliche Höhenwarnung und fuhr sich fest.
© Thomas Schröder
2017: Dieser Lkw hatte vor dem Unfall eine Höhe von 4,10 Meter. Nach dem Unfall waren es noch 3,80 Meter.
© Morris Pudwell
Tatsächlich kam es in der Vergangenheit zu mindestens vier nahezu identischen Unfällen an der Brücke in der Niemetzstraße. Fast immer waren es große Lkw, die sich in dem schweren Bauwerk aus Beton verhakten, weil sie einfach nicht durchpassten. Weshalb ausgerechnet diese Brücke immer wieder gerammt wird, weiß niemand: Denn auf Warnschildern wird auf die Durchfahrtshöhe hingewiesen.
Berlin hat keine genormten Brücken
Allerdings, weiß die Polizei, gibt es in Berlin das Problem, dass die Brücken in Berlin, anders als in anderen Städten, keine genormten Größen haben. Dies könne „möglicherweise zu Verwirrung bei dem ein oder anderen führen“.
Teilweise seien die Brücken an den Zufahrten zwar mit Balken ausgerüstet, an denen Glocken hängen würden. Und die würden im Extremfall warnen.
Zumindest die Brücke an der Niemetzstraße hat bewiesenermaßen jedoch keine Glocke.
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