Wissen Sie woher der Begriff Eisdiele kommt? Als die italienischen "Gelatieri" nach Deutschland kamen, konnten sie sich oft keine teuren Lokale leisten. Also meldeten sie ihr Geschäft in der Wohnung an, verkauften ihr Eis aus Fenstern im Erdgeschoss. Damit die Kunden besser an die Öffnung herankamen, legten sie Holzbretter - Dielen - darunter. Der KURIER Eisdielen-Test. Heute: Friedrichshain.------------------------------Hier schleckt der echte EisbärlinerIm Eisbärliner in der Gärtnerstraße 11 wimmelt es nur so vor eisbäriger Deko. Bärenwimpel, Pokale, weiße Plüschbären. Über der Tür weist eine Fahne mit Mischa, dem Moskauer Petz-Maskottchen den Weg. Klar wie Gletschereis, dass auf dieser gemütlichen Scholle am Boxi auch Eis verkauft wird. Der Eisbärliner bezieht es frisch von der Kreuzberger Eismanufaktur Tanne B. Im Winter bietet Chef Paule (35) auch hausgemachte Suppen und Waffeln an.Preis pro Kugel: 80 Cent, Bio-und Sojaeis 1 Euro, geöffnet ist täglich ab 12 Uhr, am Wochenede steht der Eisbärliner schon ab 11 Uhr hinterm Tresen. Besondere Sorten: Ingwer, Nougateis aus Ziegenmilch.------------------------------Urlaubs-Feeling an der Karl-Marx-AlleeDas Eiscafé Nice Ice in der Karl- Marx-Allee 35 kommt in italienischem Stil daher. Der Mosaik-Fußboden in dem großen Café macht Urlaubs-Laune. Hinter dem Tresen steht eine ganze Reihe glänzender Eismaschinen, täglich wird hier im Laden frisches Eis produziert.15 bis 20 wechselnde Sorten sind immer im Angebot. Außerdem gibt's eine Riesen-Auswahl an Eisbechern mit verschiedenen Soßen, Früchten und Sahne. Wem das nicht reicht, kann bei Nice Ice auch Eisbomben für zu Hause bestellen oder einen eisigen Kindergeburtstag feiern. Tische und Stühle gibt es im Obergeschoss, draußen finden unter großen Sonnenschirmen 100 Leute Platz auf den Bierbänken. Preis pro Kugel: 70 Cent, besondere Sorten: Waldmeister, und Cookies. Das Café ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.------------------------------Die coolen Eispiraten sind klar zum EnternDie Eispiraten haben erst in dieser Saison in Friedrichshain festgemacht. Seit April bieten sie in der Grünberger Straße ihr selbstgerührtes Eis an.Das Besondere: Das Eis kommt hier nicht in Kugelform in die Tüte, sondern gespachtelt in den Becher. Die freundlichen Eispiraten streichen je nach Wunsch verschiedene Sorten (zwei für einen Euro) in den Lecker-Becher. Ober-Pirat Grischa Sedelke (39) empfiehlt das Pistazien-Eis aus feinsten Pistazien.Inmitten der Südsee-Deko mit Schatztruhe und Piraten-Papagei gibt es zwar keine Sitzplätze, draußen warten aber ein paar Bänke auf dem schattigen Bürgersteig auf Sitzenbleiber. Im Winter fliehen die Eispiraten wieder in die Südsee - der Laden bleibt dann geschlossen.Preis pro Kugel: 70 Cent, klar zum entern sind die Eispiraten noch bis Oktober, täglich ab 14 Uhr. Besondere Sorten: Quark-Heidelbeer, Erdbeer-Rhabarber und Omas Apfelkuchen.------------------------------BU: Benjamin (22), Christin (21) und Mathias (28) genießen ein Eis. "Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt."
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