Die Straßen von Berlin

Nur das Fallbeil konnte den Hitler-Gegner stoppen

Karl-Kunger-Straße in 12435 Treptow-Köpenick geht von der Lohmühlen- bis Elsenstraße. 1906 bis 1907 hieß sie Liststraße, dann bis 1962 Graetzstraße.

BK
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Beliebtes Wohngebiet in Treptow: die Karl-Kunger-Straße

Beliebtes Wohngebiet in Treptow: die Karl-Kunger-Straße

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Karl-Kunger-Straße in 12435 Treptow-Köpenick geht von der Lohmühlen- bis Elsenstraße. 1906 bis 1907 hieß sie Liststraße, dann bis 1962 Graetzstraße.

Karl Kunger wurde am 2. Februar 1901 in Berlin geboren und am 18. Juni 1943 von den Nazis in Berlin-Plötzensee durch das Fallbeil hingerichtet. Er war KPD Mitglied und Widerstandskämpfer gegen das Hitlerregime. Seit seiner Jugend in der kommunistischen Bewegung setzte er sich für politische Gefangene und streikende Arbeiter ein. Er kämpfte im Untergrund und half, politisch Verfolgte über die tschechoslowakische Grenze zu schleusen. Aus Mangel an beweisen wurde ein geen ihn eingeleitetes Strafverfahren eingestellt.

Ab 1937 arbeitete er in der AEG-Gerätefabrik in Oberschöneweide und gründete eine kommunistische Zelle, die er bis September 1942 leitete. Nach Kriegsbeginn 1939 nahmen seine Gruppe und er Kontakt zu ausländischen Zwangsarbeitern und französischen Kriegsgefangenen auf. Sie sammelten Kleidung und sorgten für ausreichende Verpflegung der Gefangenen. Im September 1942 flog die Gruppe auf und Karl Kunger wurde verhaftet. Neun Monate später starb er durch das Fallbeil.

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