Die perversen Komplizen des Inzest-Vaters Vor Gericht: Die Männer, denen Detlef S. seine Töchter für Sex anbot. Sie zahlten 30 bis 50 Euro

Fritzl aus dem Westerwald

BK
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Koblenz Die Tür stand offen, als sie mit den Männern schlafen mussten. Für 30 bis 50 Euro soll Detlef S. (48) seine Töchter an Bekannte verscherbelt haben. Gestern erschienen die "Kunden" im Prozess gegen den Inzest-Vater vorm Landgericht Koblenz - zunächst als Zeugen."Papa schimpfte stets mit mir, ich solle mehr lachen, das würde den Preis in die Höhe treiben", hatte Tochter Tina (18; Namen geändert) geschildert. Als sie 14 war, zwang ihr Vater sie das erste Mal zur Prostitution. Ihre Stiefschwester Maria (heute 28): "Mich gab er seinen Kumpels als eine Bekannte aus."Gestern im Gerichtssaal: Als Mustafa H. (50) in den Zeugenstand tritt, ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Der Mann aus dem Nachbarort sagt aus, Detlef S. sei immer mit einem Bekannten, Ali T., und mit Maria bzw. Tina gekommen. Offenbar spielte es sich immer gleich ab: Zuerst mussten die Mädchen Sex mit Ali T. über sich ergehen lassen, dann mit Mustafa H.. Sie hätten immer Kondome benutzt, das Geld immer Detlef S. gegeben. Die Mädchen bekamen nichts, sagte Mustafa H. laut Richter Winfried Hetger.Auch Sevket A. (63), der früher eine Dönerbude in einem Nachbarort hatte, trat gestern im Gericht auf, verweigerte jedoch die Aussage. Er soll Tina im Sommer 2009 missbraucht und ihrem Vater dafür Geld bezahlt haben.Gestern waren sie Zeugen, doch längst ist auch gegen sie Anklage erhoben: Gegen Mustafa H. wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in 53 Fällen. Ihm drohen bis zu 10 Jahre Haft. Sevket A. ist wegen fünffachen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Der mutmaßliche Mittäter Ali T. ist inzwischen gestorben.Horror-Vater Detlef S. steht nun doch zu seinem Teilgeständnis. Der psychologische Gutachter erklärte ihn für schuldfähig.------------------------------

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