Unions eiserner Uwe

Die Neuhaus-Ära: 7 sorglose Jahre!

Time to say goodbye ... Am Sonntag geht eine Ära zu Ende. Unwiderruflich. Das letzte Spiel für Uwe Neuhaus als Trainer der Eisernen. Ein letztes Mal Fußballgott. Ein allerletztes Mal Hauptmann von Köpenick.

Mathias Bunkus
Lesezeit 4 Min
Uwe Neuhaus genießt die Bierdusche. Party zum Aufstieg in die Zweite Liga 2009.

Uwe Neuhaus genießt die Bierdusche. Party zum Aufstieg in die Zweite Liga 2009.

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Riesen Jubel. Sebastian Bönig macht nach dem 3:2-Sieg gegen Paderborn mit den Fans auf Zaunbönig.

Riesen Jubel. Sebastian Bönig macht nach dem 3:2-Sieg gegen Paderborn mit den Fans auf Zaunbönig.

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Stadioneröffnung am 7. Juli 2009. Daniel Schulz mit Arne Friedrich.

Stadioneröffnung am 7. Juli 2009. Daniel Schulz mit Arne Friedrich.

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Heinz Werner: Im Januar 2014 löste ihn Uwe Neuhaus als Rekordtrainer in Köpenick ab.

Heinz Werner: Im Januar 2014 löste ihn Uwe Neuhaus als Rekordtrainer in Köpenick ab.

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Erster Neuhaus-Auftritt: Am 24. April 2007 wird der Ex-Essener beim 1. FC Union vorgestellt

Erster Neuhaus-Auftritt: Am 24. April 2007 wird der Ex-Essener beim 1. FC Union vorgestellt

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Der Siegtreffer gegen St. Pauli letzten August. Simon Terrode köpft das 3:2. Spiel nach 0:2-Rückstand gedreht.

Der Siegtreffer gegen St. Pauli letzten August. Simon Terrode köpft das 3:2. Spiel nach 0:2-Rückstand gedreht.

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Gänsehaut pur beim Derby. Union schlägt im Februar 2011 Hertha BSC im Olympiastadion

Gänsehaut pur beim Derby. Union schlägt im Februar 2011 Hertha BSC im Olympiastadion

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Der Trainer, der auch mal mit dem Ball tanzt.

Der Trainer, der auch mal mit dem Ball tanzt.

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Was für eine Parallele. Schuster Wilhelm Voigt verbrachte sein Lebensende fern der Heimat im luxemburgischen Exil. Wenn auch in Wohlstand. Und auch Neuhaus, der 2007 als neuer Hauptmann die eiserne Garde übernahm, wird sein Werk nicht in Köpenick beenden.

Eine Wendung der Geschichte, die keiner am Anfang der Saison für möglich gehalten hätte. Schon gar nicht nach dem sensationellen Fight gegen St. Pauli Ende August, als Mattuschka & Co. aus einem 0:2 nach sechs Minuten noch ein 3:2 machten. Ohne Zweifel das Höhepunktspiel dieser Saison.

Es folgte noch der ein oder andere Dreier. Aber die Spielzeit hielt nicht, was sie versprach. Und so heißt es jetzt für Neuhaus: Wem die Stunde schlägt ...

Und doch gehört dieses Match wohl zu den drei unvergesslichsten der Ära Neuhaus. In einer Reihe zu nennen mit dem 3:2 in Unterzahl nach 0:2-Rückstand gegen Paderborn, der zu Drittligazeiten letztlich den Aufstieg in die Zweite Liga einleitete.

Der Spitzenplatz in der Emotions-Tabelle ist wohl nicht diskutierbar. Egal, wie ehrenvoll und werthaltig die Etablierung im Bundesliga-Unterhaus insgesamt ist, der 2:1-Derbysieg über Hertha BSC an jenem nasskalten Tag im Feburar im Olympiastadion vor etwas mehr als drei Jahren – das war der absolute Höhepunkt seines Schaffens!

Noch immer sind die Eisernen dadurch Tabellenführer in der ewigen Stadtmeisterschaftstabelle. Wenn auch nur dank der mehr geschossenen Auswärtstore. Alles untrennbar mit Neuhaus verbunden.

Die Highlights rissen nicht ab: Die fast perfekt geheim gehaltene Hochzeit mit Unions Chefbuchhalterin Britta Calmus. Der Wiedereinzug ins Wohnzimmer 2009 nach erfolgtem Aufstieg und absolvierter Stadionrenovierung. Spiele gegen Hertha, Schalke und Bayern, die wenige Wochen später unter Louis van Gaal mit der in Köpenick aufwartenden Elf bis ins Finale der Champions League stürmten. Die Einweihung der neuen Tribüne. Dazu die Ablösung von Altmeister Heinz Werner als Rekord-Übungsleiter im gerade vergangenen Januar.

Alles Feste, die in dieser oft faszinierenden, immer sorglosen Neuhaus-Ära im Ballhaus des Ostens gefeiert wurden. Eine Liste, die sich fortsetzen ließe. Spielend. Und natürlich auch das Negative ausblendet. Aber darum geht es jetzt nicht mehr.

Die hätte man ihm unter die Nase reiben dürfen, wenn er weiter in Amt und Würden geblieben wäre, sich dagegen auf dem Platz wehren könnte. Doch die Würfel sind gefallen. Sieben lange Jahre neigen sich am Sonntag dem Ende zu. Und sie werden niemals vergessen ...

Tor: Glinker

Tor: Glinker

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Abwehr: Pfertzel

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Abwehr: Stuff

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Abwehr: Schönheim

Abwehr: Schönheim

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Abwehr: Kohlmann

Abwehr: Kohlmann

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Mittelfeld: Parensen

Mittelfeld: Parensen

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Mittelfeld: Quiring

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Mittelfeld: Mattuschka

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Mittelfeld: Dausch

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Mittelfeld: Köhler

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Angriff: Brandy

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