Die neuen Südfrüchte aus der Mark Bald wachsen Aprikosen und Pfirsiche

Weil Brandenburg immer heißer wird

Marion Klemp
Lesezeit 2 Min

Müncheberg - Groß wie Tennisbälle, gelbrot, süß und saftig: Die Aprikosen in seinem Korb sind für Obst-Forscher Hilmar Schwärzel ein Beleg dafür, dass Früchte des Südens reif für den Norden sind.Schwärzel ist Chef von Brandenburgs einziger Versuchsstation für Obstbau in Müncheberg (MOL). "Es ist an der Zeit, auf den Klimawandel zu reagieren", sagt er. Heiße Sommer in der Mark, dazu wochenlang kein Regen und eine um 25 Tage längere Vegetationszeit ließen auch hier Wärme liebende Pflanzen gedeihen.25 Jahre lang trugen Schwärzel und seine Mitarbeiter die Mosaiksteinchen zum hiesigen Anbau von Aprikose, Pfirsich, Kiwi & Co. zusammen. Nun sagt er stolz: "Wir haben Ergebnisse vorliegen, die praxisreif sind."Der Vision auf ausgedehnte märkische Haine mit Südfrüchten gibt Manfred Kleinert vom Landesverband Gartenbau einen Dämpfer. "Denn ein Grundproblem bleibt der Frost im Frühjahr, daran lässt sich nichts ändern", sagt er. "Die Bäume blühen einige Tage früher als noch vor Jahren. Erfrieren die Blüten, gibt's keine Früchte."Doch Schwärzel drängt auf einen Sortimentswechsel. "Weil der Klimawandel traditionelle Kulturen kaputt macht." Obstbauern können sich jetzt bei ihm über den Anbau seiner Exoten informieren, Hobby-Gärtner am 7. September ab 14 Uhr beim Tag der offenen Tür.------------------------------

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