Noch proben Laien und Profis eifrig im Geburtsort des Journalisten und Buchautors Welk. Das 30-köpfige Team will mit seiner Aufführung an Originalschauplätzen ein doppeltes Jubiläum feiern: Der Ort Biesenbrow wird im Juni 725 Jahre alt – und die legendäre, deutsch-deutsche Verfilmung hatte dieses Jahr immerhin schon 50. Geburtstag. „Da wollte ich den Originaltext an den Ort bringen, wo der Roman entstand“, sagt Hans-Joachim Frank vom freien Theater 89. Er ist Regisseur und Chef des Projekts.
Eine Szene zum Theaterprojekt «Die Heiden von Kummerow» wird auf einem Bauernhof in Biesenbrow geprobt.
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Die Bewohner von Biesenbrow musste Frank nicht lange zum Mitmachen überreden. Leute wie Eckhard Kolle, Chef des lokalen Kulturvereins, waren begeistert: „Wir spielen jedes Jahr zu Ostern die Völkerwanderung aus den ,Heiden’ nach.“ Jetzt sollen es gleich acht Kapitel aus dem Buch des berühmtesten Biesenbrowers sein. „Das Geburtshaus, in dem Welk 1884 zur Welt kam, steht noch. Wir haben damit ein Alleinstellungsmerkmal, das wir nutzen müssen“, sagt Kolle, der die Theater-Rolle des Pastors Breithaupt übernahm. Derzeit übt er das Pflügen mit Pferden auf dem „Pfarracker“ – für die Schlüsselszene in Kapitel 7. Zur Erinnerung: Die Story handelt von den Streichen und Kämpfen der Dorfjungen anno 1895. Während Pastor und Lehrer sie zu Gottesfurcht zwingen wollen, sind ihnen die heidnischen Bräuche wichtiger, die in der Region überlebt haben. Tag der Aufführung ist der 24. Juni.
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