Das Kurier-Suchbild

Was fehlt auf dieser Gedenk-Münze?

Ein kleines, aber typisches Detail sorgt für Diskussionen.

Sophia Kräge
Lesezeit 2 Min
Die Gedenk-Münze von Helmut-Schmidt

Die Gedenk-Münze von Helmut-Schmidt

© dpa

Am Freitag wurde das neue Geldstück offiziell vorgestellt. Die Zwei-Euro-Münze mit dem Porträt von Helmut Schmidt (†2015) landet bald bei vielen im Portemonnaie –  Susanne Schmidt, Tochter des Altkanzlers, freut das besonders: „Da hat jeder seinen kleinen Helmut Schmidt in der Tasche, kann damit die Zeitung holen oder einparken.“

Helmut Schmidt rauchte lange rund drei Packungen Menthol-Zigaretten am Tag, im Alter täglich die Hälfte.

Helmut Schmidt rauchte lange rund drei Packungen Menthol-Zigaretten am Tag, im Alter täglich die Hälfte.

© picture alliance / dpa

Helmut Schmidt wird ohne Zigarette dargestellt

Mitte September hatte die Hamburger Münze mit der Prägung von 6,3 Millionen Exemplaren begonnen. Die übrigen Geldstücke wurden in den vier anderen Münzprägestätten (Berlin, München, Stuttgart und Karlsruhe) hergestellt. Im Euroraum gelten sie nun als Zahlungsmittel. 

Das Motiv hat der  Berliner Künstler Bodo Broschat gestaltet, der auch die zeitgleich in Umlauf kommende Zwei-Euro-Münze mit dem Schloss Charlottenburg entwarf. Das Geldstück zeigt den Kopf des Altkanzlers mit akkurat gescheiteltem Haar und der rechten Hand, die er zu einer Geste beim Reden erhoben hat.

Doch Moment, da fehlt doch was – und zwar die zu Lebzeiten unvermeidliche Menthol-Zigarette!  Auf Pressekonferenzen, bei Empfängen, bei Vorträgen: Wo Helmut Schmidt sich aufhielt, stieg Rauch auf.  Doch  laut der  Auswahljury für die Gestaltung der Münze ist die Kippe kein Muss: „Der Künstler hat sich entschieden, ihn ohne Zigarette darzustellen. Entscheidend sei seine starke Position in der Gesellschaft. Und genau diese Haltung hat er eben auch ohne Zigarette gehabt“. 

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com