Karl-Theodor zu Guttenberg und die Affäre um seine zusammengeklaute Doktorarbeit: Darf so einer noch Minister sein? Ist er als Politiker, als Minister noch glaubwürdig genug, und wie erkläre ich meinem Kind, dass schummeln, lügen und betrügen keine großartigen Konsequenzen nach sich ziehen? Eltern und Pädagogen diskutierten diese Fragen im KURIER. Und das sagen die Leser dazu: Der Lügenbaron muss aus dem Staatsdienst geschmissen werden, ohne Übergangsgeld und Pensionsansprüche. Die Leute, die seine Bezüge bezahlen, wären bei den Anschuldigungen schon lange entlassen worden. Seine lachenden Rechtfertigungsauftritte waren Schläge ins Gesicht des Volkes.U. Hiepler, per MailKeine AusredenWer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Herr zu G. hat vermutlich nicht nur einmal gelogen, nachdem er das Wort "abstrus" zum Plagiatvorwurf sagte. Bei der großen Anzahl von nichtdokumentierten Textstellen kann er sich nicht mit "Fehler aus Überlastung" herausreden. Offensichtlich besitzt er mehrere Messlatten. Ob er künftig mit diesem "Päckchen" vernünftige Arbeit leisten kann ist fraglichJutta Dietrich, per MailKläglich versagtFrau Merkel glaubt noch an ihn, weil sie weiß, was sie an ihm hat. Ohne Zweifel er ist ein Glanzlicht in der Politik. Der Gedanke, ihn vor die Tür der Politik zu setzen wäre ein ebenso großer Skandal wie er jetzt schon ist. Er ist zu gut zum Rauswurf. Jedoch in seiner Vorbildfunktion hat er kläglich versagt.Maik Kunze, HellersdorfEigenes RechtEs zeigt sich wieder mal, wie überheblich diese Politiker sind, wie sie ihr eigenes "Recht" sprechen. Wie soll ich meinen Enkeln sagen, dass sie immer ehrlich sein sollen? Eine will demnächst ihre Doktorarbeit in Veterinärmedizin schreiben. Hat das überhaupt Sinn?Horst Weinholdt, per MailLichtgestaltDie Bevölkerung in Deutschland sieht in diesem Minister eine Lichtgestalt. Er hat weder Gelder unterschlagen noch den Staat geschädigt, macht als Minister einen guten Job, und hat im Amt keinen Sch.... gebaut. Also soll er bleiben.Otto W. Speck, LichtenbergNicht tragbarDer Herr Guttenberg hat sich strafbar gemacht (§132a StGB Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen). Er muss zurücktreten. Ein Krimineller in einer derartigen Position ist nicht tragbar.Gunnar Jahn, per MailIn bester GesellschaftIn Sachen zu Guttenberg schlage ich vor, ihm den Bundes-Gauner-Orden zu verleihen. Er ist dann in bester Gesellschaft mit Herrn Zumwinkel.E.Kasischke, LichtenbergSchade um die ZeitDie meisten von uns würden weder Geist noch Nerven haben, um eine solche Doktorarbeit zu lesen geschweige zu verstehen. Mir tut es für Herrn zu Guttenberg Leid um die sinnlos vergeudete Zeit. Ich hoffe, er bleibt!Frank Krüper, MöserVerzeihenGuttenberg soll bleiben. Er steht zu seinem Fehler - dann sollte man ihm auch verzeihen.Detlef Kleinlein, OberschöneweideBitte nichtIch hoffe, dass er das unbeschadet übersteht. Wenn er keinen Doktortitel mehr hat, wen stört das schon, solange die Arbeit, die er macht, ehrlich und aufrichtig ist und sich für uns und unsere Mitbürger einsetzt. Also warum sollte er seinen Rücktritt einreichen? Bitte nicht!Katrin Forner, PankowUnglaubwürdigWie naiv muss einer sein, der Quellenangaben "vergisst". So ein Minister ist unglaubwürdig und sollte schnellstens seinen Stuhl räumen. Vielleicht sollte man die Doktorarbeiten anderer Politiker auch mal überprüfen?Harro Zimmermann, LichtenbergEinfach abstrusDas Verbleiben im Amt mit seinen "Leistungen als Verteidigungsminister" zu rechtfertigen ist ebenso "abstrus" wie sein eigenes schnelles Abstrafen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe mit diesem Wort.Helmut Herrmann, Pankow
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