Die Berliner Sehnsuchtsmesse

Endlich Frühling schnuppern!

Im ehemaligen Postbahnhof am Gleisdreieck werden „Gartenträume“ wahr

Stefanie Hildebrandt
Lesezeit 3 Min
Peter Ternes (l.) und Hermann Wittenzellner  aus Niederbayern machen den  Berlinern ihre Hochbeete und Kompostkästen aus Recyclingmaterial schmackhaft. 

Peter Ternes (l.) und Hermann Wittenzellner  aus Niederbayern machen den  Berlinern ihre Hochbeete und Kompostkästen aus Recyclingmaterial schmackhaft. 

© Sabine Gudath

Primeln, Osterglocken,  blühende Blutpflaumen, Schneeglöckchen, wer die Hallen des ehemaligen Postbahnhofs  an der Luckenwalder Straße betritt, darf gern die Jacke aufmachen. Und in Gedanken auch schon mal die Ärmel hochkrempeln. Schließlich ist genau jetzt die beste Zeit, die kommende  Garten- oder Balkonsaison zu planen.

Mit den Blumenfrischhaltern von Kerstin Bürger aus Prenzlauer Berg können  auch Laien ruckzuck tolle Gestecke zaubern.

Mit den Blumenfrischhaltern von Kerstin Bürger aus Prenzlauer Berg können  auch Laien ruckzuck tolle Gestecke zaubern.

© Sabine Gudath

Weiche und runde Formen bestimmen die Gartengestaltung

Mehr als  100 Aussteller aus den Bereichen  Gartenbau, Baumschule, Sämerei, Floristik  und Dekoration, sowie Gartenmöbel und Baustoffe machen Lust auf  dreckige Hände. 

Die neuesten Trends in Sachen Gartengestaltung hat Michaela Wegerhoff von Grünplan Berlin auf Lager. „Weiche, runde Formen bestimmen die Gartengestaltung“, erklärt die Fachfrau. Viele kleine Wohlfühlecken statt Übersichtlichkeit liegen  im Trend. Der Garten  soll Überraschungen bereit halten. „Das können historische Dekorationen wie alte Sprossenfenster oder besondere Sitzplätze sein“, so Wegerhoff. 

Für summende und fliegende  Gartengäste pflanzen Liebhaber Insektennährgehölze wie Schmetterlingsflieder, Vernonia, Katzenminze  und Bienenweide. Wer kann, hilft so der arg gebeutelten Spezies und lockt überdies  Vögel an.

Vogelbeere, Zierapfel, alte Obstbaumsorten –  im Garten besinnt man sich auf das, was schon früher gut funktionierte. „Und“, so die Expertin, „ohne Feuerstelle geht gar nix“. 

Menno van der Hoff und Kundin Nicole lieben Schneeglöckchen.

Menno van der Hoff und Kundin Nicole lieben Schneeglöckchen.

© Sabine Gudath

Fuchsien als besonderer Star

Der Garten als Wohnzimmerersatz mit Outdoorküche und Badezuber: neben Waldbäumen wie Kiefer und Birke im Garten, ein weiterer Trend in diesem Jahr.

Was für immer mehr Großstädter beim Einkauf wichtig ist, gilt auch für die Gartengestaltung: Bio und  regional sollen die Pflanzen sein. Auch hierfür hat die Messe jede Menge Ideen.  Wer für seinen Garten neben Inspiration auch Expertenrat benötigt, ist an der „Gartenträume“-Bühne richtig. Ob zu Feng Shui -Gärten  oder Obstbaumschnitt, die Fachleute haben für jeden einen guten Rat parat.

Garten- und Landschaftsplanerin Michaela Wegerhoff. 

Garten- und Landschaftsplanerin Michaela Wegerhoff. 

© Sabine Gudath

Gleich am Eingang der Halle 7  wartet  noch ein ganz besonderer Star. „Marlene Dietrich“, eine neue winterharte Fuchsie, eine Hommage an die Ehrenbürgerin der Stadt. Menno van der Hoff von der Epric Stiftung, die bekannt für seltene Pflanzen und Pflanzenneuheiten ist,  hat sie aus den Niederlanden mitgebracht, wo sie von Menschen mit Beeinträchtigung angebaut wird. Am selben Stand deckt sich Kundin Nicole Lange mit üppig gefüllten Schneeglöckchen ein. „Die sind einzigartig und wunderschön.“ Der Frühling kann kommen. 

Gartenträume  Luckenwalder Straße 4, Sonntag von 9 bis 18 Uhr, 

Eintritt 9 / erm. 8 Euro 

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